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Lembach gewinnt 28. Schermbecker Halbmarathon

Leichtathletik

Mit 238 Teilnehmern waren die Organisatoren des 28. Schermbecker Halbmarathons am Sonntag zufrieden. Nur auf die im schwarz-gelb-gestreiften Outfit hätten sie verzichten können.

Schermbeck

von Andreas Leistner

, 09.09.2018
Lembach gewinnt 28. Schermbecker Halbmarathon

Schon beim Start ganz vorne: der spätere Sieger Phil Lembach (Nr. 70).Pieper

Ausgepumpt, aber zufrieden lag Phil Lembach auf den Treppen vor der Gemeinschaftsgrundschule. Der 21-Jährige von der LG Rheinbach-Wied hatte gerade den 28. Schermbecker Halbmarathon gewonnen. Es war ein einsames Rennen. „Bei Kilometer 4,5 hab‘ ich mich mal umgedreht. Da war keiner zu sehen“, erzählte Lembach. Den Rest des Rennens habe er dann „seinen Tacken“ beibehalten, also sein Tempo durchgezogen. Nach 1:20.05 Stunden konnte er die Stoppuhr an seinem Handgelenk anhalten. Platz eins.

Kein Streckenrekord. Auch keine persönliche Bestzeit. Aber die hängt ja auch immer von der Strecke ab. Die sei durchaus anspruchsvoll gewesen, meinte der Gesamtsieger. Er war zum ersten Mal in Schermbeck dabei, aber sicher nicht zum letzten Mal. „Coole Veranstaltung, sehr schöne Strecke, die Verpflegungsstände an den richtigen Stellen − das war schön zu laufen. Nächstes Jahr bin ich wieder hier“, versprach er.

Solches Lob hörte Thomas Wegner, Abteilungsleiter der Leichtathleten des SV Schermbeck, natürlich gerne. Von 7 Uhr morgens an hatten er und seine Helfer alles vorbereitet, hatten Pavillons und Verkaufsstände auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule aufgestellt, Flatterband gespannt, Absperrungen auf der Mittelstraße kontrolliert und die Technik installiert. „9 Uhr war alles fertig“, berichtete Wegner. Ein Beleg für die Routine, die die Schermbecker Organisatoren nach 27 vorangegangenen Läufen hatten. Für Thomas Wegner zudem ein „Zeichen dafür, dass der Verein lebt. Wer steht sonntags schon gern um halb sieben auf, um mitzuhelfen?“ Ein paar Helfer fehlten zwar im Vergleich zum Vorjahr, doch das auch nur, weil ein Vereinsmitglied heiratete und natürlich auch SVS-Kollegen eingeladen hatte.

Auch mit den Teilnehmerzahlen war der Schermbecker Abteilungsleiter zufrieden. 184 Läufer machten sich auf die Halbmarathon-Strecke, 54 wählten den „Halben Halben“, den der SVS in diesem Jahr zum zweiten Mal anbot. „Damit können wir gut leben“, meinte Wegner.

Arg zu kämpfen hatten hingegen die Damen am Kuchenstand. „So viele Wespen wie in diesem Jahr hatten wir noch nie“, erzählte Karin Gruse, die zusammen mit Britta Wegner und Margret Warich sogar Räucherschalen aufstellte, um die schwarz-gelben Plagegeister in Schach zu halten. Vergeblich. Doch das war am Sonntag auch der einzige kleine Wermutstropfen für die Organisatoren.