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Lang, hart und nass

Haltern Die Transatlantikregatta «HSH Nordbank Blue Race» ist lang, hart und nass. Jörg Posny stellt sich aber dieser Herausforderung ohne Furcht.

18.06.2007

Der Segler des SC Westfalen befindet sich gerade auf dem Nordatlantik von Newport, Rhode Island (USA) nach Hamburg. Vor ihm liegen knapp 3600 Seemeilen. Aber Posny ist nicht allein. Mit ihm segeln neun Crewmitglieder, die das «Blue Race» auf einer X-482 hinter sich bringen möchten. Diese Yacht von Eigner Heiko Tornow ist 14,5 Meter lang, 4,2 Meter breit und der Mast ragt 20,1 Meter in die Höhe. Der Startschuss fiel am vergangenen Samstag um 14 Uhr Ortszeit in Newport.

Vor dem Start nahmen die Vorbereitungen fast ein Jahr in Anspruch. Die Verpflegung, die Sicherheitsausrüstung und die Vermessung des Schiffes, die medizinische Vorbereitung, die Visa für die USA - alles musste genau organisiert werden.

Posny ist kein Neuling. Schon im vergangenen Jahr war der Halterner beim «Blue Race» dabei. Damals ging es von Kiel über Kopenhagen - in westliche Richtung rund um Skagen - nach Hamburg zurück. Kurz hinter Skagen fegte ein ausgewachsener Sturm mit bis zu 50 Knoten Wind (Windstärke 10) über die Flotte hinweg. Posny ist also einiges gewohnt.

In diesem Jahr haben 24 Schiffe mit einer Länge von 13 bis 53 Metern gemeldet. Stürme und Kälte erwarten den Halterner auch auf dem Nordatlantik, aber Posny ist erfahren. Nicht nur als Einhandsegler mit seiner OK-Jolle kann er auf große Erfolge zurückblicken, er ist auch ein «Team-Player». Zusammen mit seiner Ehefrau Susanne Posny im S-Kreuzer gewann er die Deutsche Meisterschaft 2005. Da sich solche Erfolge in der Segler-Szene schnell herumsprechen, ergaben sich die ersten Kontakte zum Offshore-Segeln. Bei verschiedenen Regatten im Mittelmeer und auf der Nord- und Ostsee wurde der Halterner als Crewmitglied angeheuert und seine Leistungen sprachen sich bei den Eignern und Skippern herum.

Und so landete Posny letztendlich auf dem Nordatlantik. In drei Wochen möchte er mit der Crew das Ziel Hamburg erreicht haben. Und das auf engstem Raum, mit einem Minimum an Schlaf und vielen Strapazen. Wie gesagt, es wird lang, hart und nass, aber für den Halterner erfüllt sich ein lang gehegter Traum. Daniel Maiß

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