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Radsport

Lampater siegt in Lembeck

LEMBECK Erst Dritter, dann Zweiter und jetzt endlich Erster. Dieses Ziel hatte sich Leif Lampater bei der 4. Nacht der Revanche in Lembeck gesetzt und am Samstag setzte er sein Vorhaben in die Tat um.

Lampater siegt in Lembeck

Auf den Schultern wird Leif Lampater nach der Siegerehrung des Hauptrennens durchs Dorf getragen. Da strahlt auch der knapp geschlagene Guiseppe Atzeni (li.).

Der Rosenheimer ist damit der erste Deutsche, der sich in die Siegerliste eintragen darf. Mit Bruno Risi und Alexander Aeschbach hatten bislang stets Fahrer aus der Schweiz die Nase vorn gehabt. In einem packenden Schlussspurt hatte Lampater den Italiener Guiseppe Atzeni im Fotofinish um eine Reifenbreite auf den zweiten Platz verwiesen.

Atzeni hatte zuvor zusammen mit Geburtstagskind Björn Thurau und Lucas Liß, der zuvor schon das Einzelzeitfahren gewonnen hatte, zu einer Ausreißergruppe gehört, die dem Feld schon früh enteilt war und bis zu 30 Sekunden Vorsprung herausgefahren hatte. Schließlich war das Trio aber doch gestellt worden und es bildete sich eine 14-köpfige Spitzengruppe, die die übrigen Fahrer schließlich überrundete.

4. Nacht der Revanche in Lembeck

Nach 80 von 90 Runden wurde deshalb „abgesprintet“ – ein letztes Mal sprintete das gesamte Feld um die Prämien, dann setzten die 14 Führenden das Rennen allein fort. Thurau und Atzeni starteten noch einmal Ausreißversuche. Ohne Erfolg. Auch Vorjahressieger Alexander Aeschbach wusste, dass er bei einem Massensprint die schlechtesten Karten haben würde, und versuchte sich noch einmal abzusetzen. Doch auch er wurde gestellt und so kam es zum dramatischen Finish, in dem Lampater schließlich seine Sprinterqualitäten ausspielen konnte.

Der knapp geschlagene Guiseppe Atzeni fand jedoch schnell Trost: Bei seinem sardischen Landsmann Bruno darf er fortan in dessen Lembecker Lokal auf Lebenszeit umsonst Pizza essen. Unterdessen wurde Leif Lampater wie vor ihm schon Bruno Risi auf den Schultern durchs Dorf getragen und kurzerhand zum Lembecker Ehrenbürger erklärt. Die anschließende Feier war eines Ehrenbürgers würdig – gegen 5 Uhr morgens sollen der Radrennfahrer und seine Fans ins Bett gekommen sein. Doch nicht nur Lampater hatte am Samstag Grund zu feiern. Die Organisatoren konnten sich zuallererst einmal zu ihrem erneuten Wetterglück beglückwünschen. Zwar wurde es mit zunehmender Renndauer doch empfindlich kalt, doch einmal mehr blieb es bei der Nacht der Revanche trotz drohender Wolken trocken. „Als wir um halb zwölf mit dem Abbauen fertig waren, hat es angefangen zu regnen“, atmete Organisator Michael Zurhausen auf. Dass es in diesem Jahr entlang der Strecke nicht ganz so voll war wie in den Vorjahren schob er aber nur zum Teil aufs frische Wetter: „Nächstes Jahr müssen wir aufpassen, dass sich das Rennen nicht mit dem Rhader Schützenfest überschneidet.“

Für gute Stimmung war aber natürlich auch so gesorgt. Im ersten Rennen des Tages fuhren die Hobbyfahrer des Teams Lembeck und des Teams Zens and Friends quasi eine Dorfmeisterschaft aus. Der junge Lucas Zens hatte dabei am Ende die Nase knapp vor Jochen Bahde, Dritter wurde Armin Hülsdünker. Auch beim Einzelzeitfahren der Elitefahrer trumpfte ein Youngster ganz groß auf. Lucas Liß vom RSV Unna kratzte an der 50km/h-Grenze. 58,03 Sekunden auf der 800m langen Runde bedeuteten 49,8 km/h und Platz eins für den 19-Jährigen. Anschließend wurden die Hauptakteure noch jünger. Das Kinderrennen für Drei- bis Fünfjährige bot wieder einen bunten Querschnitt der aktuellen Kinderfahrrad-Mode. Vom Mountainbike bis zum Körbchen auf dem Gepäckträger und den Sicherheitsfähnchen war alles vertreten, ein Teilnehmer fuhr sogar mit eingeschaltetem Licht. Platz eins sicherte sich Vorjahressieger Lucas, schnellstes Mädchen war die kleine Jule auf Platz drei. Beim letzten Höhepunkt vor dem Hauptrennen, dem Paarzeitfahren eines Hobby- und eines Profifahrers, unterstrich Leif Lampater dann noch einmal seine Ambitionen. Zusammen mit Lucas Zens legte er die beste Zeit hin und verwies Alex Aeschbach und Ludger Zens sowie Guiseppe Atzeni und Bernd Kötting auf die Plätze.Ergebnisse

Eliterennen 90 Runden á 800 m

1. Leif Lampater 1:29,59 Std.    Rudy Project Racing Team 2. Guiseppe Atzeni     Team Atzeni Race 3. Alexander Aeschbach     Team BMC 4. Björn Thurau     Team NSP 5. Hans Pirius     RSG Hürth 6. Lucas Liß     RSV Unna 7. Benjamin Höber     RV Schwalbe Trier 8. Joey van Rhee     Metec Cycling Team 9. Dominik Ivo     Rajko Argon 18 10. Benjamin Edmüller     Rudy Project Racing Team

Einzelzeitfahren Elite 1 Runde á 800m

1. Lucas Liß 0:58,03 min     RSV Unna 2. Yannik Bok 0:59,66 min     Rajko Argon 18 3. Christoph Kronenberg 1:00,64 min     Cycling Team Wuppertal 4. Joey van Rhee 1:01,21 min     Metec Cycling Team 5. Patrick Schachtner 1:02,16 min     PZ Racing Test Team 6. Hans Pirius 1:02,34 min     RSG Hürth 7. Guiseppe Atzeni 1:02,58 min     Team Atzeni Race 8. Alexander Aeschbach 1:02,61 min     Team BMC 9. Leif Lampater 1:02,62 min     Rudy Project Racing Team 10. Karsten Keunecke 1:02,71 min     RV Schwalbe Trier 11. Joost Koelen 1:03,27 min     OWC Odenzaal 12. Björn Thurau 1:05,11 min     Team NSP

Ausscheidungsfahren Elite 20 Runden á 800m

1. Björn Thurau 17:59,05 min 2. Hans Pirius 3. Lucas Liß 4. Benjamin Edmüller 5. Timm Rüger 6. Patrick Oeben 7. Dominik Ivo 8. Joey van Rhee 9. Tobias Loos 10. Leon Schachtner

Partnerzeitfahren Elite/Hobby 2. Runden á 800m

1. Leif Lampater/Lucas Zens 2:10,31 2. Alex Aeschbach/Ludger Zens 2:13,39 3. Guiseppe Atzeni/Bernd Kötting 2:14,39 4. Tim Gajeeiak/Jochen Bahde 2:17,00 5. Benjamin Erdmüller/Alexander Alfes  2:18,09 5. Björn Thurau/Gregord Kordel 2:20,16

Hobbyrennen 20 Runden á 800m

1. Lucas Zens 2. Jochen Bahde 3. Armin Hülsdünker 

 

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