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Fußball

Kinder brauchen (Kunstrasen-)Platz

Schermbeck Der SV Schermbeck braucht dringend einen neuen Kunstrasenplatz. Um ihn zu finanzieren, hat sich der Fußball-Vorstand ein originelles Konzept ausgedacht.

Kinder brauchen (Kunstrasen-)Platz

Das Prinzip des Parzellen-Verkaufs ist nicht neu. Beim SV Schermbeck läuft das Ganze aber ausschließlich online ab. SVS

Es ist zwar nicht neu, dass Vereine kleine Parzellen eines Kunstrasenplatzes an Mitglieder und Sponsoren verkaufen, doch beim SV Schermbeck geht nun alles online. Auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite können sich die Gönner ein oder mehrere Quadrate aussuchen, sie online bezahlen und bekommen dafür auch gleich eine Spendenquittung ausgestellt. Die kleinen Quadrate sind ab 25 Euro zu haben, der Mittelkreis, der Strafraum und die Fünfmeterräume sind schon ein bisschen teurer und auch größer. Firmen können ihr Logo und Privatpersonen ein Bild hochladen, das sich öffnet, wenn das Feld angeklickt wird.

Die Notwendigkeit eines neuen Zweitplatzes für den SVS ist unumstritten. Der Belag des alten Trainingsplatzes ist völlig abgenutzt und ein ordentliches Training kaum noch möglich. Michael Steinrötter, der Vorsitzende der Fußball-Abteilung, erklärt: „Wir haben 15 Jugendmannschaften mit 320 aktiven Jugendlichen, hinzu kommen noch Schulklassen und einige Leichtathleten. Die brauchen alle ordentliche Bedingungen, die momentan nicht gegeben sind.“

Bei der Auswahl des neuen Untergrundes haben sich die Schermbecker in der Nachbarschaft umgesehen. Schließlich haben sie sich für den Platz entschieden, der auch beim SV Lembeck und auf der Hardt liegt.

Die Schermbecker haben aber den Vorteil, dass sie nur die Oberfläche austauschen müssen. Der Untergrund braucht nicht erneuert zu werden. Das macht die ganz Sache viel billiger. Statt 450.000 bis 500.000 Euro fallen etwa 250.000 an. Davon werden 150.000 aus öffentlichen Geldern finanziert. Die anderen 100.000 sollen aus dem Online-Auftritt kommen. Das Projekt läuft auch gut an, denn schon in den ersten Tagen sind über 34.000 Euro gesammelt worden.

Das kommt aber nicht von ungefähr, denn der neue Platz ist generalstabsmäßig vorbereitet worden. Der SVS hat einen speziellen Beirat eingerichtet, dessen Vorsitzender der Unternehmer Paul Underberg ist: „Ich bin ein Fan des Ehrenamtes und bin daher gerne mit dabei. Die Planung ist es, einen Mitmacheffekt zu erzeugen und auch neue Interessenten für den SV Schermbeck zu gewinnen.“ Daher läuft das Projekt auch unter dem Motto „Verein(t) zum neuen Grün“.

Obwohl die Schermbecker mit dem Abrahamhaus schon ein sehr ambitioniertes Projekt auf den Weg gebracht haben, läuft der Kunstrasen nicht nebenher. Die Planungen sind schon sehr konkret. So soll der erste Spatenstich am 14. Juni erfolgen und vier bis sechs Wochen später wird dann zum ersten Mal der Ball rollen.

www.svskunstrasenprojekt2018.de

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