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Fußball: Westfalenliga

Kicken im Reich der Mitte

Schermbeck Schermbecks Innenverteidiger Evans Ankomah-Kissi war für den FC Schalke 04 acht Tage in China – trotz Flugangst.

Kicken im Reich der Mitte

Das S04-Team um Evans Ankomah-Kissi (2.v.r.) wurde von einem Übersetzer begleitet.Foto: privat

Ein bisschen habe er schon mit der Zeitumstellung zu kämpfen gehabt, sagt Evans Ankomah-Kissi. Denn mit dem SV Schermbeck reist der Innenverteidiger in der Westfalenliga zu den Auswärtsspielen meist mit dem Bus oder dem Auto an. Im Dezember ging es für den Fußballtrainer an der Fußballschule des FC Schalke 04 für acht Tage nach China. Dort betreute er die jungen Fußballspieler der Provinz Kunshan, in der Nähe von Shanghai. „Wir wollen dort langfristig das Niveau verbessern“, sagt der Innenverteidiger.

Das sei allerdings gar nicht immer so einfach. Nehmen deutsche Juniorenmannschaften in der Regel an einem aktiven Spielbetrieb teil, gibt es im Reich der Mitte lediglich wichtige Vergleichsturniere. „Und darauf arbeiten die Mannschaften hin“, sagt er. Doch nicht nur die Ausbildung der Spieler ist dem FC Schalke 04 wichtig, auch das Trainerteam wird immer wieder geschult und ausgebildet. „In China benötigt ein Trainer keine Lizenz“, sagt Ankomah-Kissi, „wir wollen sie ungefähr auf den Stand einer deutschen B-Lizenz bringen.“

Dafür seien regelmäßige Besuche unerlässlich: So fliegt jeden Monat für mindestens sieben Tage ein Trainerteam der Schalker nach China. „Zehn Stunden hin, zwölf Stunden zurück“, erinnert sich der Spieler des SV Schermbeck, „trotz Flugangst.“

Begleitet wird das Team vor Ort von einem Übersetzer. Denn „mit Englisch ist es schwierig“, erklärt Ankomah-Kissi. So habe er versucht, wichtige Ausdrücke im Training auf chinesisch wiederzugeben. „Ob man es dann verstanden hat, ist eine andere Frage“, sagt er mit einem Lachen. Aber man habe sich trotzdem zu helfen gewusst, die Trainer machten die Übungen einfach vor.

Gute Bedingungen
Demgegenüber stehen „mehr als perfekte fußballerische Gegebenheiten“, erklärt der Innenverteidiger. Sowohl die Trainingsplätze als auch das Stadion – „die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt er.

Gut möglich, dass er auch im kommenden Jahr wieder seine Koffer packt, um am anderen Ende der Welt den Kindern das Fußballspielen beizubringen. Doch das ist auch davon abhängig, wie es beim SV Schermbeck in der Westfalenliga läuft. Mit vier Punkten steht das Team hinter dem Spitzenreiter aus Gievenbeck. „Wir sind oben mit dabei“, sagt er, „vor solchen Touren halte ich immer mit Schermbeck Rücksprache.“

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