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Badminton

Jonathan Rathke hat sich seinen Traum erfüllt

Haltern Mit 27 Jahren hat der Halterner Badmintonspieler Jonathan Rathke sich seinen sportlichen Traum erfüllt. Dafür hat er lange und hart gearbeitet.

Jonathan Rathke hat sich seinen Traum erfüllt

Würde gerne an den Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr teilnehmen: Jonathan Rathke. Foto: Lehr

Mit 13 Jahren wollte ich unbedingt in die Badminton-Bundesliga, heute habe ich es geschafft, obwohl ich nie in einem Bundeskader war“, sagte Jonathan Rathke.

Begonnen hat seine Karriere eigentlich ganz unspektakulär. Seine Eltern spielten Badminton in Hullern, so kam Rathke zwangsläufig auch mit dem Federball in Kontakt. Davor hatte er mit, Leichtathletik, Fußball, Tennis und Turnen schon einiges ausprobiert. „Das war alles nicht das Richtige für mich“, sagt er heute. Mit zehn Jahren trat er der Badmintonabteilung des ATV bei. „Ich brauchte nur fünf Minuten, um mit dem Fahrrad zum Training zu kommen“, sagt er.

Sein Start mit der U14 Schülermannschaft war allerdings eher bescheiden, denn die meisten Spiele gingen damals verloren.
Doch Rathke ließ sich nicht beirren, trainierte konzentriert weiter und mit der Förderung durch Trainer Thorsten Prahm ging es stetig aufwärts. Mit 14 Jahren kamen dann die ersten Siege – bei den Stadtmeisterschaften sprach man damals vom „dreifachen“ Rathke, als er im Einzel, Doppel und auch im Mixed gewann. Auch bei den Ranglistenturnieren konnte er mit guten Ergebnissen überzeugen. Er freute sich über die Einladung zu einer Sichtung am Olympiastützpunkt in Mülheim, nahm aber die sich daraus bietenden Möglichkeiten nicht wahr, denn er wollte nicht von zu Hause weg. Mit 15 Jahren machte er bereits den Jugendtrainerschein.

Mit 16 wechselte er zum Gladbecker FC um dort in der höchsten Jugendliga zu spielen. Nach einem Jahr holte ihn der ATV zurück und ermöglichte ihm den Start in der ersten Seniorenmannschaft. Wegen seines jugendlichen Alters musste er zwar noch ein ärztliches Attest vorlegen, startete in der Saison aber gleich mit einem Sieg und konnte danach alle Spiele gewinnen. Am Saisonende feierte er mit der Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga.

Die neue Liga war für den jungen Sportler allerdings eine neue Welt mit anderen Regeln. Er war zwar topfit, hatte aber keinen echten Schmetterballangriff in seinem Spielrepertoire. Am Ende hatte er nur einen Sieg auf dem Konto. „Das war für mich eine schmerzliche, aber wichtige Erfahrung“, sagt er.

Zum Saisonende wechselte er zum BVH Dorsten, der damals mit jungen Leuten einen Neustart in der Oberliga plante. Rathke spielte eine gute Saison und schaffte mit der Mannschaft auf Anhieb den Klassenerhalt.

Nach zwei Jahren in Dorsten bekam Rathke die Möglichkeit, bei der Bottroper BG einzusteigen. In seinem ersten Jahr spielte er mit der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga, wurde im zweiten Jahr aber von dem damaligen Spielertrainer in das erste Aufgebot in der Regionalliga geholt.

Noch professioneller
Jetzt wurde das Spiel noch professioneller und es gab erstmalig sogar einen Schiedsrichter. Die beiden Auftaktspiele zum Ligastart verpasste Rathke verletzungsbedingt. Obwohl er bei seinem ersten Einsatz noch gar nicht wieder richtig laufen konnte, beendete er das Match aber für alle überraschend mit einem Sieg im Mixed. Von da an spielte er nur noch Doppel und Mixed, denn da konnte er seine Technik und sein Tempo am besten einsetzen. Zusammen mit Viktoria Pogrebniak holte Rathke im letzten Spiel den entscheidenden Punkt zum Sieg und sicherte damit der Mannschaft auch den dritten Tabellenplatz.

2015 wagte Rathke mit dem Wechsel zum BV Mülheim einen weiteren Karriereschritt. Er startete mit der zweiten Mannschaft erneut in der Regionalliga. Als die Mannschaft im Saisonverlauf aber ganz unverhofft viele Siege einfuhr und am Ende sogar den so nie geplanten Aufstieg die zweite Bundesliga schaffte, war Rathke endlich am Ziel.

In dieser Klasse sind viele Profispieler aus dem Ausland am Start. Das Tempo ist immens hoch, deswegen hat Rathke sich auch einen eigenen Sprung zum Ball als letzte Rettung angeeignet. Mit diesem Knieslide, schafft er es oft, den Ball auch in gefährlichen Situationen noch im Spiel zu halten. Als Mannschaftsmanager organisiert er zudem die Reisen zu den Spielorten, kümmert sich um den Aufbau in den Hallen und um die Schiedsrichter sowie die Sponsoren. Neben seinem aktiven Einsatz in den verschiedenen Mannschaften hat er schon früh bei seinem Heimatverein ATV begonnen, die Jugend zu trainieren.

2018 möchte er gerne an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen und sammelt aktuell die dafür notwendigen Qualifikationspunkte.

Rathke ist durch seinen Sport gereift, trainiert sechs Mal die Woche und ist an den Wochenenden bei Ligaspielen oder Turnieren im Einsatz. Trotzdem ist er immer noch gespannt auf jedes Spiel. „Die Kombination aus Spaß, Faszination und Ehrgeiz hat mich immer in diesem Sport gehalten“, sagt er.

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