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Halterner Kartpilot stößt in neue Dimensionen vor

Motorsport

Bislang war der Halterner Kartfahrer Julien Rehberg im privaten „Rehberg Racing Team“ unterwegs. Die Erfolge, die er dort feierte, bescheren ihm nun ein außergewöhnliches Sponsoring-Modell.

HALTERN

von Horst Lehr

, 10.07.2018
Halterner Kartpilot stößt in neue Dimensionen vor

Julien Rehberg fuhr seine bisherigen Erfolge im privaten „Rehberg Racing Team“ heraus. Ab sofort hat er mit Hyundai Motorsport einen potenten Sponsoring-Partner hinter sich.Lehr

Julien Rehberg ist zwölf. Er geht zur Schule. Doch nebenbei startet der Halterner in diesem Jahr gleich in drei deutschen Kartmeisterschaften. Seine bisherigen Erfolge, aber besonders die Art und Weise wie er diese im privaten „Rehberg Racing Team“ herausgefahren hat, haben ihm ein in dieser Form einmaliges Sponsoring der koreanischen Hyundai Motor Company eingebracht.

Am 28. Juni wurde in den Räumlichkeiten der Automobile Darmas GmbH in Recklinghausen die zunächst auf zwei Jahre angelegte Unterstützung vertraglich besiegelt.

Die Automobile Darmas GmbH mit Hauptsitz in Recklinghausen ist Europas umsatzstärkster Hyundai-Vertragshändler. Ihr Geschäftsführer Marc Darmas, selbst ausgewiesener Motorsportfan, wurde auf Rehbergs Leistungen aufmerksam und kam so mit Vater Thies ins Gespräch. Er bot seine Unterstützung an und fragte: „Wie kann ich euch helfen?“ In weiteren Gesprächen realisierte Darmas dann die in dieser Form erstmalig stattfindende, offizielle Kooperation von Hyundai Motorsport mit einem so jungen Motorsportler.

„Dies geschieht auch vor dem vor dem Hintergrund, dass wir bald mit einem eigenen Hyundai TCR Team an den Start gehen werden. Deshalb sind wir gemeinsam mit Hyundai Motorsport natürlich an Juliens zukünftiger Entwicklung sehr interessiert und sehen auch langfristig gute Chancen für eine erfolgreiche Partnerschaft“, erläutert Darmas.

Die Erfolgsaussichten des jungen Fahrers sind wahrlich ausgezeichnet. Im Westdeutschen ADAC Kart Cup (WAKC) starten Fahrer der ADAC-Regionalclubs Hessen-Thüringen, Mittelrhein, Nordrhein, Saarland und Westfalen. Julien Rehberg liegt zur Saisonhälfte in der Klasse der OK-Junioren überlegen auf dem ersten Platz dieser Meisterschaft. Er siegte bei den Rennen in Kerpen und Harsewinkel, und fuhr in Liedolsheim zweimal sicher in die vorderen Punktränge.

Der ADAC Kart Cup hat das höchste Prädikat im ADAC-Clubsport und wird bundesweit auf den deutschen Top-Kartbahnen ausgetragen. Hier liegt der schnelle Halterner ebenfalls auf Meisterschaftskurs. Nach Rennsiegen in Kerpen und Oschersleben rangiert er aktuell mit 146 Punkten nur einen Punkt hinter dem Führenden.

Das ADAC Kart Masters hat das höchste Prädikat im lizenzpflichtigen ADAC-Kartsport. Auch in dieser Serie will Rehberg ganz nach vorne, erlitt aber beim Training des ersten Laufs in Ampfing eine starke Rippenprellung, die keinen Rennstart mehr erlaubte. Beim zweiten Lauf in Wackersdorf lief es dann schon viel besser. Rehberg fuhr in allen drei Läufen oder „Heats“ nicht nur sichere Punkte ein, sondern ihm gelang dabei auch sein erster Sieg in der Serie, denn zwei vor ihm liegende Fahrer waren nicht punktberechtigte Gaststarter.

So reiste er am letzten Juniwochenende als Tabellensiebter hochmotiviert zum dritten Lauf nach Oschersleben. „Mein Ziel waren die Top Ten. Platz sieben ist aktuell schon ein Traumergebnis“, sagte er.

In Oschersleben kam es allerdings knüppeldick für den jungen Racer. In den beiden ersten „Heats“ konnte er durch unverschuldete Ausfälle keine Zeiten setzen und ging vom letzten Startplatz ins erste Rennen. „Und wenn man kein Glück hat“, so Julien, „kommt auch noch Pech dazu.“ Schon in der ersten Rennrunde bekam er beim Anfahren der Kurve einen Anstoß von hinten, der zu einem Dreher und erneutem Ausfall führte.

Doch der Halterner blieb trotz dieser Misere hochkonzentriert und wollte im entscheidenden zweiten Rennen endlich die Zielfahne sehen. Er zeigte mit seiner gewohnt beherzten Fahrweise wieder einmal sein ganzes Können und fuhr in wenigen Runden vom letzten Startplatz bis auf Platz zehn vor. Als er dann bei der Anfahrt der Schikane ein eigenes Überholmanöver einleiten wollte, traf ihn erneut ein Hintermann ungebremst im Heck. Durch diesen Anstoß driftete Rehberg chancenlos von der Strecke und erlebte so bei seinem vierten Start den vierten Ausfall. Dass sein Gegner sich nach dem Rennen bei ihm entschuldigte, half ihm wenig. „Das war mein schlimmstes Rennwochenende überhaupt, und wegen dieser Nullnummer bin ich nun auf Platz 13 zurück gefallen“, ärgerte er sich.

Nach der Vertragsunterzeichnung mit der Automobile Darmas GmbH ist sich Thies Rehberg aber sicher: „Mit dieser Unterstützung können wir unser Saisonziel Top Ten im Kart Masters trotz der Ausfälle noch erreichen und die Leistungen von Julien noch weiter auf ein internationales Niveau anheben.“