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Hängepartie in Sachen Relegation nervt

Fußball

Müssen sie noch mal ran? Oder ist das momentane Training umsonst? Die anhaltende Ungewissheit, ob sie möglicherweise noch zu Relegationsspielen um den Klassenerhalt antreten müssen, geht Teams und Trainern des SV Altendorf und des SuS Grün-Weiß Barkenberg allmählich kräftig auf die Nerven.

DORSTEN

von Von Andreas Leistner

, 12.06.2012
Hängepartie in Sachen Relegation nervt

Muss Dominik Hannemann mit Grün-Weiß Barkenberg noch einmal ran? Man weiß es nicht.

„Besch...“, antwortet Barkenbergs Coach Frank Hofmann auf die Frage nach seiner Stimmung. „Auf dem Staffeltag lautete die ursprüngliche Info, dass Relegationsspiele unabhängig vom Saisonausgang unmittelbar nach dem letzten Spieltag gespielt würden und bis zum 16. Juni über die Bühne sind“, berichtet er. Seine Spieler hätten sich darauf eingestellt. Wenn sich aber am kommenden Sonntag herausstellt, dass die Grün-Weißen doch noch einmal ran müssen, hätte Hofmann ein großes Problem: „Die Hälfte der Mannschaft fährt von Sonntag bis Mittwoch weg. Wenn es jetzt hieße, wir müssten Dienstag spielen, gehe ich auf die Barrikaden!“

Auch jetzt habe sein Verein durch die Hängepartie schon Probleme genug: „Den Trainingsbetrieb haben wir natürlich aufrecht erhalten. Aber es wird schon schwierig, die Jungs weiter zu motivieren.“ Viel schlimmer: Uns sind schon drei Neuzugänge abgesprungen, weil ich ihnen nicht garantieren kann, dass wir kommende Saison A-Liga spielen. So ist doch keine vernünftige Planung möglich. Die Spielpläne der Bezirks- und Kreisligen waren schlecht organisiert und ausgetragen wird es auf dem Rücken der Vereine.“ Hofmanns Vorschlag: „Die A-Liga nächste Saison zur Not einfach mit 17 Clubs spielen. Dann hätte jeder frühzeitig gewusst, woran er ist.“ So aber bleibt den Barkenbergern nur, den nächsten Sonntag abzuwarten und allen gefährdeten Teams aus der Region die Daumen zu drücken. Denn wenn es schlecht läuft, „spielen wir fast bis Ende Juni Relegation und Anfang Juli kann ich die Jungs schon wieder zur Saisonvorbereitung zusammenrufen“.

Auch Altendorfs Trainer Thomas Kreuz hofft, „dass dieser Kelch an uns vorüber geht“. Seine Jungs seien im Training allerdings noch mit Feuereifer bei der Sache: „Die wollen natürlich alles geben, um die Klasse zu halten.“ Wenn es denn nötig ist. Kreuz beobachtet dazu das Geschehen in den Bezirksligen ganz genau. Seine Hoffnung: „Gemen hat in der Staffel 11 eigentlich eine lösbare Aufgabe. Und wenn die Westfalia drin bleibt, ist das, was in der 12 passiert, ja egal.“ Dass die Relegation nicht schon unmittelbar nach Saisonende gespielt wurde, kam den Altendorfern sogar entgegen: „Unsere Mannschaftsfahrt nach Mallorca war längst geplant – und hat auch stattgefunden.“ Bei einer Relegation in der vergangenen Woche hätte der SVA deshalb wohl sagen müssen: „Ohne uns.“  

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