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Halterner mit Defekt und Sturz

Gebrauchter Tag für Schulte-Lünzum

Haltern Die Form bei Halterns Mountainbikefahrer Markus Schulte-Lünzum stimmte vor dem zweiten Weltcuprennen am Sonntag in Albstadt. Doch bereits am Start musste er alle Fahrer passieren lassen –ein gebrauchter Tag.

Gebrauchter Tag für Schulte-Lünzum

Die ersten Meter musste Markus Schulte-Lünzum zu Fuß zurücklegen, ihm riss die Kette. Foto: Sebastian Sternemann

Viel hatte sich der Halterner Mountainbikefahrer Markus Schulte-Lünzum (Team Focus XC) am Sonntag in Albstadt beim zweiten MTB-Weltcuprennen vorgenommen. Gerne wäre er in die Top 20 gefahren, die Form stimmte, die Vorfreude war groß. Am Ende landete er nach einem Sturz auf Rang 119. „Das war ein gebrauchter Tag für mich“, sagt er.

Das Übel nahm schon kurz nach Start des Rennens seinen Lauf. Schulte-Lünzum riss beim Start die Kette. So musste er in der technischen Zone die Kette reparieren, bevor er das Rennen erneut aufnehmen konnte. „Das hat mich zwei oder drei Minuten gekostet“, sagt er. Ein Kettenriss sei „einer der blödesten Defekte“, erklärt er. Zwar könne man den Riss reparieren, allerdings würde es sehr lange dauern. Somit waren alle anderen Starter an ihm vorbei. Wirklich im Tunnel sei er danach nicht mehr gewesen.

„Der Sturz war dann das I-Tüpfelchen im negativen Sinne“, erklärt Schulte-Lünzum. Nach einem Absatz rutschte ihm der Vorderreifen weg. Viel passiert ist ihm dabei aber nicht. Schmerzen verspürte er am Montag noch im Knie und im Nacken. Allerdings habe sich der Knieschmerz nach einer Fahrradtour gelegt. „Der Nacken ist ein bisschen überstreckt“, sagt er.

Wut im Bauch

Insgesamt sei es super schade, wie der Rennensonntag abgelaufen sei. „Ich hatte mich auf das Rennen gefreut“, sagt er. Mit der rutschigen Strecke sei er im Training gut zurechtgekommen. Den Sonntag habe er versucht, mit einer Portion Sarkasmus zu nehmen. „Die äußeren Umstände muss ich akzeptieren. Ich kann mir keinen Vorwurf machen, dass ich mich habe hängen lassen“, sagt der 26-Jährige.

Mit einer Portion Wut im Bauch ging es dann für Schulte-Lünzum in die neue Woche, an dessen Ende am Sonntag das dritte Weltcuprennen wartet. Diese Wut will er dann als Motivation nutzen. „Ich muss das Positive sehen: Ich habe mich nicht verletzt“, sagt er.

Am kommenden Wochenende macht der Weltcup halt im tschechischen Nove Mesto. Für den Halterner Schulte-Lünzum geht es am Mittwoch bereits zum Flughafen. „Ein Rennen bleibt mir noch, um abzuliefern“, sagt er. Dann steht eine kleine Sommerpause an. Im Juni warten auf den Halterner vorerst nur zwei Rennen.

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