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Das Sportporträt

Emma Blömeke: Eine Mountainbikefahrerin mit großem Potenzial

Haltern Mountainbikefahrerin Emma Blömeke feierte im Jahr 2017 ihre Premiere auf internationaler Bühne. Auch für das kommende Jahr hat sie sich viel vorgenommen.

Emma Blömeke: Eine Mountainbikefahrerin mit großem Potenzial

Stolz präsentiert Emma Blömeke ihren Pokal, den sie als Zweite in Freudenstadt gewinnen konnte. Foto: Lehr

Mit der Bundesliga, der Deutschen Meisterschaft und dem Start bei Weltcuprennen hatte die Halterner ATV-Radsportlerin Emma Blömeke (17) im vergangenen Jahr einen randvollen Terminkalender. „Eigentlich wollte ich in dieser Saison nur die 20 UCI-Punkte einfahren, die für eine Teilnahme am Weltcup nötig sind“, sagt Blömeke − doch es kam anders. So wurde sie für ihre Leistungen mit dem Titel Halterns Sportlerin des Jahres 2017 ausgezeichnet.

Schon im März bekam Blömeke nach Absprache mit dem deutschen Bundestrainer Marc Schäfer die Chance, beim Weltcuprennen in Mailand zu starten. Das war für Blömeke die große Premiere auf der internationalen Bühne. Das Halterner Team um ihren Trainer Klaus Prag reiste zwei Tage vorher an. Die Strecke zeigte ihr der Halterner Fahrer Markus Schulte-Lünzum. Am Renntag nahm sie aufgeregt ihren Platz in der letzten Startreihe ein, sah sich um und dachte: „Wo bin ich hier bloß gelandet?“

Plattfuß

Nach dem Start fand sie gut ins Rennen und hatte nach den ersten drei Runden zehn Plätze gut gemacht. Doch dann wurde sie durch einen Plattfuß gestoppt. Die 17-Jährige musste etwa eine halbe Runde laufen, bis sie in der Technikzone das Laufrad wechseln konnte. Aufgeben wollte sie aber nicht. Bei der nachfolgenden Fahrt durch den Mailänder Stadtwald konnte sie besonders auf ihre Qualitäten am Berg vertrauen. So belegte sie Platz 23 in dem Starterfeld mit 40 Teilnehmerinnen. Nach der Freude über den Zieleinlauf überwog allerdings die Enttäuschung, denn die UCI-Punkteränge verpasste sie um drei Plätze.

Dies holte Emma Blömeke dann im April bei einem international ausgeschriebenen C3-Rennen mit einem Sieg nach und sicherte sich damit die notwendigen 20 Punkte für die weitere Startberechtigung in der Junior World Series (JWSR).

Nun folgte der harte Bundesligaalltag − beim ersten Rennen in Heubach belegte Blömeke den fünften Platz. In Gedern und Wombach konnte sie ihre Form mit jeweils einem vierten Platz bestätigen. Das nächste Rennen in Titisee Neustadt lief aber noch besser: Blömeke stand mit Platz drei das erste Mal auf dem Podium. So gestärkt startete sie am 24. September beim Bundesliga-Finale in Freudenstadt bei den Juniorinnen in der U19-Klasse. Nach dem Start fiel sie zuerst etwas zurück, konnte aber am ersten Berg ihre Stärken ausspielen und auf den zweiten Platz vorfahren. Sie fuhr danach weiterhin konstant schnelle Runden und konnte sogar in das Elite-Feld der Damen hineinfahren. Als sie hinter Ronja Eibl auf Platz zwei über die Ziellinie rollte, war sie stolz. „Man gehört jetzt dazu“, sagt sie.

Die nächste Herausforderung war für Sie die Deutsche Meisterschaft im Juni in Bad Salzdetfurth. Allerdings herrschte vor Ort wegen schwerer Regenfälle Land unter – kein Fahrer blieb ohne Sturz. Blömeke war im Rennen an den Anstiegen sehr gut dabei, hatte Kontakt zum dritten Platz, verlor diesen aber mit zwei Stürzen bei den Abfahrten wieder aus den Augen. Am Ende erreichte sie das Ziel mit 24 Sekunden Rückstand auf Platz vier. „Zwei Stürze waren zu viel für die Medaille“, sagt sie.

Blömeke wollte das unbedingt bei ihrem zweiten Start beim deutschen Weltcup in Bad Säckingen besser machen. Dort hing sie allerdings in dem Riesenfeld von ungefähr 60 Starterinnen zu Anfang fest, suchte nach Überholmöglichkeiten und verpasste schnell den Anschluss nach vorne. Im weiteren Rennverlauf konnte sie zwar noch aufholen, aber die Chance auf eine Spitzenplatzierung war vorbei. Etwa zwei Wochen später war sie dann doch wieder stolz, als sie ihren Namen zum ersten Mal in der offiziellen Weltrangliste sah.

Zu ihrem dritten Weltcupstart reiste sie im September nach Basel. Dort hatte sich eine Woche vor der WM fast die gesamte Weltelite zu einem letzten Test versammelt. Blömeke platzierte sich im Rennen nach dem ersten Anstieg gleich in der Gruppe der ersten zwanzig, kämpfte im weiteren Verlauf um Rang 15 und konnte sich in dieser Gruppe für die letzten drei Runden halten. Im Zielsprint gab sie noch einmal alles und rollte als 16. über die Ziellinie. „Das war wohl eins meiner besten Rennen“, sagt Blömeke.

Sportlerin des Jahres

Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt und im November verpflichtete der Teamchef des sächsischen MTB-Teams Head Ciclo, Thomas Schröder, Blömeke. Er setzt große Hoffnungen in das Nachwuchstalent. „Sie hat ihr großes Potenzial bereits oft bewiesen“, sagt Schröder.

Blömeke hat sich ihre Ziele für 2018 schon gesetzt. „Mein Ziel ist eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft. Eine Teilnahme an der Europa- und der Weltmeisterschaft wäre ein Traum“, sagt die 17-Jährige − und das, obwohl die Sportlerin sich in den ersten Monaten des Jahres auf ihr Abitur vorbereiten will.

Das neue Jahr begann für die Halternerin bereits mit einem Erfolg: Von der Halterner Zeitung und der Volksbank Haltern wurde Blömeke im Februar zu Halterns Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.

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