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Eine Saison des TuS, die niemand so erwartet hätte

Tischtennis

Die Halterner Teams haben in der vergangenen Spielzeit mehrere Erfolge eingefahren. Für Geschäftsführer Bernd Valtwies war es „die wohl beste Saison“.

Haltern

von Horst Lehr

, 28.06.2018
Eine Saison des TuS, die niemand so erwartet hätte

Wiederaufstieg geglückt: Die erste Tischtennismannschaft des TuS Haltern spielt in der kommenden Saison wieder in der Bezirksklasse. Foto: privat

Die Tischtennisabteilung des TuS Haltern blickt stolz auf ihre rund 65-jährige Vereinsgeschichte zurück. „Wir hatten in der Vergangenheit ja auch schon schöne Erfolge, aber die Saison 2017/18 ist die wohl beste Saison, die wir je gespielt haben“, sagt Geschäftsführer Bernd Valtwies. Von insgesamt acht gestarteten Ligamannschaften wurden drei Teams Meister und zwei Vize-Meister. Vier Mannschaften gelang der direkte Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse, und zwei weitere Teams schafften es bis in die Relegationsspiele. Dazu kamen noch Siege bei den Bezirks- und Kreismeisterschaften.

Das Flaggschiff, die erste Herrenmannschaft, wurde ungeschlagen Meister in der Bezirksliga und sicherte sich damit den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. „Der Abstieg davor hat uns nicht demoralisiert, sondern eine neue Aufbruchstimmung in der Mannschaft geschaffen“, sagt Mannschaftskapitän Detlef Wilmering.
Junge Talente wie Milad Osmani und Björn Leifert wurden in die Mannschaft integriert und wegen ihrer Leistungen zu Stammspielern.

Schlüsselspiel

„Das Schlüsselspiel in der Hinrunde war unser Sieg gegen den ärgsten Widersacher, die DJK TuS Stenern“, sagt Wilmering. Die Mannschaft marschierte danach weiter ungeschlagen durch die Saison und traf in der Rückrunde erneut auf die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Verfolger aus Stenern. Dieses Aufeinandertreffen war das vorgezogene Endspiel. Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Krimi, zumal auch noch die Nummer eins Martin Hackbarth verletzt war. Beim Stand von 8:7 für Haltern kam es zum entscheidenden Abschlussdoppel. Hier musste die Halterner Paarung Schöler/Lompa gegen das topbesetzte und bisher als einziges ungeschlagenes Doppel der Liga antreten. Wilmering, der bei dem Spiel als Punktezähler an der Spielstandsanzeige mitwirkte, sagt rückblickend: „Das war so hochdramatisch, dass ich fast das Umlegen der Punktetafeln vergessen habe“.

Am Ende konnten die Halterner im fünften Satz den Sack zumachen. Nach rund vier Stunden Spielzeit lagen sich alle an der Platte in den Armen. Von dieser Euphorie getragen, gelang dem Team am drittletzten Spieltag der endgültige Erfolg, als Stenern mit dem Spielverlust in Dorsten alle Titelchancen vergab. Wilmering nennt unter anderem die hervorragende Doppelbilanz (54:13) und die erfolgreichen Einsätze der jungen Talente Osmani und Leifert, die auch verletzungsbedingte Ausfälle der Stammspieler kompensieren konnten, als maßgeblich für den Erfolg. „Am Ende war es der kollektive Erfolg aller sechs Spieler“, sagt er. Dabei zeigte Ottokar Schöla, als der Erfahrenste im Team, mit der hervorragenden Spielbilanz von 18:5 bei 21 Spielen, dass man mit 66 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehören muss.

Die zweite Mannschaft war mit dem Aufstieg von der Kreisklasse in die Kreisliga ebenfalls erfolgreich. Das Team eilte bei nur einer Niederlage von Sieg zu Sieg. Dabei zeigten sich Parallelen zu den Erfolgen der ersten Mannschaft. Neuzugang Dirk Oldenbürger fand einen guten Einstieg. Zusätzlich gab es weiteren Auftrieb, als sich die direkten Verfolger die Punkte gegenseitig abnahmen. So konnte sich die Mannschaft fünf Spieltage vor Saisonende als souveräner Tabellenführer mit großem Vorsprung die Meisterschaft und damit auch den Aufstieg sichern.

Die Herren III erkämpften sich als Tabellenvierter noch einen Relegationsplatz und die Herren IV erspielten sich im Verlauf der Hinrunde ebenfalls eine gute Position. Der entscheidende Durchbruch gelang dann in der Rückrunde, als die Halterner den Tabellenführer bezwingen konnten. So sicherte sich das Team als Tabellenzweiter den direkten Aufstieg von der zweiten in die erste Kreisklasse. Jugendspieler Alexander Herold war der erfolgreichste Einzelspieler.

Die Saison der fünften Mannschaft gestaltete sich dagegen erheblich schwieriger. Hier war jeder Spieltag hart umkämpft und es gelang erst im viertletzten Spiel erstmalig, die Tabellenspitze zu erobern, die man danach nicht mehr abgab. Am Ende freute sich das Team besonders über das gute Zusammenspiel von Senior Bernd Kompa mit den drei Schülern Lauritz Beckmann, Jan Philipp Lehmann und Jann Arndt.

Auch der Vereinsnachwuchs blickt auf eine erfolgreiche Serie zurück, denn die erste Jugendmannschaft freute sich am Ende über den Vizemeistertitel in der Bezirksjugendliga, der zweithöchsten Jugendklasse in NRW, und die Jugend II konnte den Klassenerhalt sichern.

Valtwies und Wilmering sind sich einig. „Wir haben acht tolle Jugendspieler im Verein und mit diesen Erfolgen haben sie beste Perspektiven, höherklassig zu spielen“, sagt Valtwies.

Daneben konnte der Verein mit Milad Osmani noch den Bezirks- und mit Sandra Osuch, Lauritz Beckmann, Jan Philipp Lehmann und Jann Arndt vier Kreismeister stellen.

Valtwies zieht ein positives Fazit. „Eine so außergewöhnliche Saison mit so vielen zählbaren Erfolgen hat niemand von uns erwartet“, sagt der Geschäftsführer. Im Training motivierte der Erfolg die Mannschaft. „Wir mussten oft sogar die Platten in der Halle querstellen, damit auch wirklich alle voll trainieren konnten“, sagt Wilmering.