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Hilde Täuber wird am Mittwoch 85 Jahre alt

Drei Söhne schickte sie in die Fußball-Bundesliga

Barkenberg Hilde Täuber, Mutter der ehemaligen Fußballprofis Klaus, Jürgen und Stephan, wird am Mittwoch 85 Jahre alt. Sie war die erste Managerin ihrer Söhne.

Drei Söhne schickte sie in die Fußball-Bundesliga

Nach seiner aktiven Karriere wechselte Klaus Täuber auf die Trainerbank. So war er unter anderem beim VfB Hüls und in Herne tätig.Foto: Krimpmann

Im Prinzip war Hilde Täuber die erste Managerin ihrer drei Söhne Klaus, Jürgen und Stephan. Heute wird die Neu-Barkenbergerin 85 Jahre alt. Bewegte Jahre – letztlich auch für die Fußball-Bundesliga. Bis heute ist Hilde Täuber die einzige Mutter, die drei Söhne ins Oberhaus des Kicks schickte.

„In unserer Waschküche herrschte immer das Chaos“, weiß Klaus Täuber aus seiner Jugendzeit zu berichten. „Wir waren schon drei echte Banditen. Eigentlich ständig auf dem Fußball-Platz. Und da wollten wir eben Kicken und nicht auf die Sauberkeit unserer Klamotten achten. Mutter hat das dann mit täglichen Waschaktionen gemanagt. Schon ziemlich toll.“ Eben erste Managerin.

Höhepunkt in Leverkusen

Der Fußball spielte in der Familie Täuber immer eine ganz wesentliche Rolle. Vater Willi und Mutter Hilde hatten sich auf dem Platz der SpVgg. Erlangen kennen und lieben gelernt. Kein Wunder: Vater Täuber war Vorsitzender des Vereins. Und weil sich eben fast alles um das runde Leder drehte, entwickelte sich das Söhne-Trio großartig. Schon mit 15 Jahren hatte Klaus das erste Angebot vom großen Nachbarn 1. FC Nürnberg. Aber sein Vater sagte Nein. „Entwickel‘ dich erst mal in Erlangen weiter.“ Als Klaus Täuber 18 Jahre war, gab der Vater dann gleich zwei Söhne für den FCN frei. Und so spielten dann Klaus und Jürgen Täuber gemeinsam in Nürnberg Bundesliga. Nesthäkchen Stephan sollte den beiden großen Brüdern später folgen. Klaus Täuber spielte in Nürnberg, bei den Stuttgarter Kickers, bevor er beim FC Schalke 04 seine eigentliche sportliche Heimat fand. Seinen sportlichen Höhepunkt allerdings erreichte er mit Bayer Leverkusen, wo er 1988 den UEFA-Cup gewann und dabei auch noch den entscheidenden Elfmeter verwandelte.

Sein älterer Bruder Jürgen ging wie gesagt mit Klaus nach Nürnberg, folgte ihm nach Schalke, um später noch beim FC Bamberg und bei München 60 zu spielen. Der jüngste des Trios, Jürgen, begann seine Profilaufbahn ebenfalls auf Schalke, wechselte zu Hertha BSC Berlin, zu Darmstadt 98, zum VfL Wolfsburg, zur SpVgg. Unterhaching, zum FC Nürnberg und schließlich zu RW Oberhausen.

Und die Eltern? Die bleiben in Erlangen und waren stolz darauf, die einzigen Eltern zu sein, die ein Brüder-Trio in die Bundesliga gebracht zu haben. „Man kann das gar nicht hoch genug bewerten, wie unsere Eltern uns unterstützt und gefördert haben“, sagt Klaus Täuber.

Als Vater Willi vor vier Jahren starb, holte Klaus seine Mutter aus Erlangen zu sich nach Barkenberg. Alte Bäume soll man eigentlich nicht verpflanzen, aber: „Es ist großartig, wie sich meine Mutter hier eingelebt hat“, freut sich Klaus. Selbst auf dem Tennisplatz schaut sie sommertags ab und zu vorbei, wenn Sohn Klaus mal wieder bei den Tennisfreunden Wulfen aufschlägt.

Am Mittwoch wird also im Hause Täuber gefeiert. Diesmal steht Hilde im Mittelpunkt. Letzten Monat war es Klaus, denn der ist jetzt ein „Sechziger“. Nicht bei den Münchner Fußballern, er hat seinen 60. Geburtstag gefeiert. Was ihn besonders rührt: Schalke 04, seine sportlich größte Liebe, richtet zu seinen Ehren in diesem Monat einen Empfang aus. So wie er am Mittwoch für seine Mutter …

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