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Fußball: Westfalenliga 2

Wickeder Erleichterung nach 6:0-Sieg in Sinsen

DORTMUND Um vom geplatzten Knoten zu sprechen, sei es zu früh. Das erklärt jedenfalls Thomas Gerner, Trainer des Fußball-Westfalenligisten Westfalia Wickede. "Der Begriff Erleichterung beschreibt es besser." Immerhin haben die Wickeder einen Abstiegsplatz verlassen. Das 6:0 gegen den TuS Sinsen aus dem vorderen Tabellenmittelfeld aber verdient schon alleine wegen der Deutlichkeit einen genaueren Blick.

Wickeder Erleichterung nach 6:0-Sieg in Sinsen

So sehen sich die Wickeder am liebsten: Hier gewann die Westfalia beim Hecker-Cup gegen Arminia Marten, seitdem sind aber einige Wochen und schwache Spiele ins Land gezogen. Nun hoffen die Schwarz-Weißen auf neuen Schwung.

Gerner hatte schon vor dem zweiten Saisonsieg eine deutlich verbesserte Stimmung innerhalb des Kaders ausgemacht. Offenbar hat die Mannschaft in einem internen Gespräch wohl auch einige Dinge geklärt. Die neue Konstellation mit zwei gleichberechtigten Trainern (mit Alexander Gocke) ist laut Gerner jedenfalls nicht die Ursache für den schwachen Start: „Er hat verschiedene Ursachen. Neun wenig erbauliche Spiele können aber nicht nur an den Trainern gelegen haben.“

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Der Coach richtet jetzt den Blick aber lieber auf die Fortschritte: „Die Jungs haben uns gut zugehört. Die Spieler haben die offensiven Varianten, die wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben, umgesetzt. Wir haben ausführlich mit den Jungs, auch in Einzelgesprächen, geredet, noch einmal erklärt, was wir von ihnen erwarten“, erklärte Gerner.

Taktikschulungen

"Wir haben in Taktikschulungen unsere Philosophie erläutert“, konkretisiert Gerner, der als Vertreter des Offensivfußballs gilt. Und gegen Sinsen durfte jeder mal seine Angriffsqualitäten zeigen, was auch die Tore unserer Verteidiger Marcel Großkreutz und Anil Konya zeigten.

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„Insgesamt, das lässt sich festhalten, hat uns dieser Erfolg gutgetan. Die Zuschauer waren auch begeistert“, sagte Gerner. Am Donnerstag dürfen sich die Wickeder noch einmal austoben. Dann geht es im Kreispokal um 19.30 Uhr gegen den klassentieferen Außenseiter und Ortsnachbarn SV Dortmund-Wickede 82.

Derby am Sonntag

Interessanter ist da schon ein Ausblick auf die Partie am Sonntag gegen Kirchhörde. In diesem Derby treffen zwei Mannschaften aufeinander, die denkbar schlecht gestartet sind, sich langsam aber bekrabbeln. Gerner jedenfalls glaubt, dass sein Team auf den ersten Schritt den zweiten folgen lässt. „Wir haben die Qualität in der Mannschaft. Wir wissen, dass wir es können. Und für ihre Arbeit belohnt sie sich auch wieder. Wichtig ist, und das lässt sich auch nicht wegdiskutieren, dass unsere angespannte personelle Situation mit ausschlaggebend für den Start war. Jetzt sind fast alle wieder da. Und wir können im Training viel zielgerichteter arbeiten.“

Eine weitere Entspannung winkt: Robin Dieckmann, während der Vorbereitung ein Garant für Torgefahr und Spielkultur, feiert sein Comeback. „Robin bringt uns wieder ein Stück weiter“, sagt Gerner. Lukas Wohlfarth hat bereits am Sonntag seinen ersten Einsatz hinter sich gebracht, so dass die Wickeder personell aus den Vollen schöpfen können.

Mit  Konzentration zum Erfolg

Das Kellerderby am Sonntag in Wickede verspricht einiges an Dramatik, weil auch die Kirchhörder nach zwei Siegen erleichtert sein dürften. Vom geplatzten Knoten wird Gerner auch im Falle eines Derbysieges nicht sprechen. Immerhin den Begriff „Aha-Effekt“ aber nimmt er in den Mund. Den könnte das 6:0 ausgelöst haben, sagt er. „Den Aha-Effekt, dass die Jungs wissen, wie sich ein Sieg anfühlt und dass hohe Konzentration letztlich zu Erfolgen führt.“

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