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«Ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden»

Lars Ricken führt Talente zum Ziel

Unter der Woche glühten die Drähte: Borussia Dortmunds Nachwuchs-Koordinator Edwin Boekamp rief an, BVB-Co-Trainer Ingo Preuß meldete sich - der Ansprechpartner hieß stets Lars Ricken. Und der weilte auf der italienischen Ferien-Insel Sardinien. «Als Eddy und Ingo angerufen hatten, musste ich nicht mehr lange mit meiner Freundin Christine sprechen. Sie wusste sehr genau, wie wichtig mir diese Sache ist. Ich wollte den Weg, den ich mit dieser jungen und begeisterungsfähigen Mannschaft in der Regionalliga-Rückrunde eingeschlagen hatte, auch zu Ende gehen», berichtet ein glücklicher BVB-Profi Lars Ricken nach dem 2:0 über Bayer Leverkusen II. Mannschaft, Trainer, besonders aber die rund 8000 Borussen-Fans dankten es dem 30-Jährigen. Ingo Preuß hielt es nach Rickens 2:0 nicht mehr auf der Bank, er stürmte den Rasen, gratulierte dem «Evinger Jungen», der freimütig bekennt: «Für mich ist das immer noch absolut außergewöhnlich, so von unseren Fans gefeiert zu werden». Und die Südtribüne meldete sich lautstark mit «Lars-Ricken-Sprech-Chören», die dem Offensivspieler unter die Haut gingen. «Es ist wirklich ein schönes Gefühl, hier gebraucht zu werden. Ich kenne die Trainer und das Umfeld von der Jugend an. Ich weiß, wie wichtig der Klassenerhalt der Regionalliga-Mannschaft für die Spieler, aber auch für den BVB ist. Und mir ist es ebenso wichtig. Deshalb habe ich nicht gezögert», schildert Lars Ricken seine Emotionen. Am Montag fliegt er zurück auf die Insel nach Sardinien. Im Gepäck das herausragende Gefühl, tatkräftig am Klassenerhalt der Dortmunder Talent-Mannschaft mitgewirkt zu haben. «Es ist schön, dass alles mit der Rettung endete. Das ist auch ein sehr gutes Gefühl für die Ferientage.» In elf Spielen gelangen Lars Ricken immerhin fünf Treffer für den BVB, darunter viele entscheidende Tore wie in Lübeck oder am Samstag gegen Bayer. So großartig die Erfolge mit den Youngstern in Schwarz-Gelb sind, so wenig zufrieden stellend war die Saison im Bundesliga-Kader. «Es hat ein Gespräch mit Michael Zorc gegeben. Und er hat mir deutlich aufgezeigt, wie die Zukunftsplanung aussieht. Käme ein anderer Verein, dann müsste man überlegen», sagt Lars Ricken, der hinzufügt: «Aber ein Wechsel würde sehr wehtun.» Und jeder spürt, Lars Ricken meint, was er da sagt. Harald Gehring

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