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Hammer muss sich gedulden

Dortmunder Boxerin muss ihr US-Debüt verschieben

Dortmund Der ursprünglich für den 20. April in Detroit geplante Kampf von Boxerin Christina Hammer muss verschoben werden. Dabei könnte die Dortmunderin nun auf eine Kanadierin treffen.

Dortmunder Boxerin muss ihr US-Debüt verschieben

Das Trainingsprogramm von Christina Hammer verlängert sich unfreiwillig. Auf den nächsten Kampf kann die Dortmunderin nun drei Wochen länger hinarbeiten. Foto: Nils Foltynowicz

Im Januar fehlte das Arbeits-Visum, jetzt hat sich Gegnerin Oxandia Castillo den Mittelfuß gebrochen. Das USA-Engagement von Christina Hammer, Dortmunds Box-Weltmeisterin im Mittelgewicht, steht unter schlechten Vorzeichen. Der für den 20. April geplante Kampf in Detroit wird auf den 11. Mai verlegt. Als Gegnerin wird die Kanadierin Tori Nelson gehandelt.

Kampf gegen Claressa Shields geplant

Der Plan war bereits detailliert ausgetüftelt. Die Kampfplakate gedruckt, die Visa besorgt, die Flüge gebucht, ein Trainingslager in Fort Lauderdale in Florida organisiert und die Form von Christina Hammer auf den Tag genau perfekt ausgerichtet. Eigentlich sollte und wollte die Dortmunderin am 20. April in den USA ihre beiden Mittelgewichtstitel der WBO und WBC verteidigen, um dann noch im Lauf dieses Jahres oder aber Anfang 2019 gegen die Doppel-Olympiasiegerin Claressa Shields aus den USA anzutreten. Es passte also eigentlich alles, aber eben auch nur eigentlich.

Das Event in Detroit sollte live auf dem US-Kabelsender „Showtime“ übertragen werden. „Wir haben es immerhin schon einmal geschafft, dass Christina absolut gleichwertig mit Claressa von den Amerikanern präsentiert wird“, hatte sich Hammers Manager Harald Pia noch im Vorfeld gefreut.

Zwar wären Hammer und Shields in Detroit nicht gegeneinander angetreten, doch immerhin sollten sie auf der gleichen Veranstaltung in den Ring klettern. Sozusagen als Vorgeschmack auf den großen Showdown.

Ausfall für unbestimmte Zeit

Doch in der vergangenen Woche ereilte das Dortmunder Boxteam die Hiobsbotschaft am Montagabend. Hammers Gegnerin Oxandia Castillo, amtierende WBO-Halbmittel-Gewichtsweltmeisterin, hatte sich den Mittelfuß gebrochen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus. „Natürlich ist das sehr schade für meine Gegnerin, aber für mich ist das eine Katastrophe. Ich hatte meine Vorbereitung auf den Tag genau auf den 20. April ausgerichtet. Jetzt muss ich mein Training neu ordnen“, sagte Christina Hammer, die bereits am Mittwoch wieder ganz normal im Box-Leistungszentrum in der Helmut-Körnig-Halle ihr Trainingsprogramm durchzog. „Das Wichtigste ist jetzt, dass ich meine Motivation hoch halte und meine Form für weitere drei Wochen konserviere“, erklärte die 27-Jährige.

Der Zeitplan für den angepeilten Großkampf zwischen Hammer und Shields, also zwischen der unangefochtenen Mittelgewichts-Weltmeisterin nach WBO und WBC und der Doppel-Olympiasiegerin und amtierenden WBC-Weltmeisterin im Supermittelgewicht, könnte durch die neuerlichen Probleme erheblich durcheinander geraten. „Die Außenstehenden denken natürlich, bei Christina funktioniert alles immer perfekt. Aber auch bei solch einer erfolgreichen Boxerin sind die Probleme da, nicht immer geht alles glatt. Wir müssen jetzt wieder bei Null anfangen“, erklärte Manager Pia dazu.

Hammers letzter Kampf am 4. November

Während die erst 22-jährige US-Kämpferin Shields, wegen ihres aggressiven Kampfstils auch „T-Rex“ genannt, im August des vergangenen Jahres in ihrem vierten Profikampf der deutschen Nikki Adler den grünen Weltmeisterschafts-Gürtel des prestigeträchtigen Weltverbandes WBC im Supermittelgewicht abnahm, stand „Lady Hammer“ zuletzt am 4. November 2017 im Ring, als sie in Runde 4 ihre Gegnerin Gifty Amanua Ankrah vorzeitig stoppen konnte.

Nächste Gegnerin am 11. Mai in Detroit könnte nun also die Kanadierin Tori Nelson sein. Die hatte zuletzt bis zur 10. Runde gegen Claressa Shields durchgehalten und dürfte damit eine durchaus gefährliche Gegnerin für Christina Hammer sein. Wenn diesmal alles nach Plan verläuft ...

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