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Achter-Motor stottert im Weltcup

Nachdenklich beim Boot einpacken: Peter Thiede.

Als Weltmeister ist man der Gejagte. Das spürt der Deutschland-Achter, der beim Weltcup in Amsterdam einen schweren Stand hatte und nicht über den vierten Platz hinaus kam. Im Training läuft der Achter wie geschmiert, im Wettkampf aber ruckelt es in dieser Saison immer wieder. Nach dem überraschenden Reinfall von Prag, als der Deutschland-Achter Dukla Prag unterlag, stotterte der Motor des deutschen Ruder-Flaggschiffs auch beim Weltcup in Amsterdam.

Im Vorlauf kam die umbesetzte Crew - für den verletzten Bernd Heidicker übernahm Thorsten Engelmann die Position des Schlagmanns - bloß als Vierter ins Ziel, sogar hinter dem bislang international unauffälligen Schweizer Achter. Im Hoffnungslauf folgte dann eine leichte Steigerung, zwei Hundertstel Sekunden vor der Schweiz, im Finale aber waren dann wieder zwei britische Achter und China schneller.

«Da kann man sehen, wie sensibel das eine Tonne schwere Achtergebilde ist. So ein Gefühl wie beim WM-Finale letztes Jahr in Eton hat man nur ganz selten. Und zu Beginn einer Saison kann man ein solches Rennen nicht abrufen», sagte Thiede. Er spürt an den Steuerseilen, wie verunsichert die Mannschaft ohne ihren Schlagmann war. «Alles schaut auf uns. Und wenn es einmal nicht läuft, verliert man das Selbstvertrauen, das man aber braucht, um schnell zu sein.»

Solche Situationen hat Thiede, seit 1993 Steuermann des Deutschland-Achter schon öfter erlebt. So zum Beispiel 1996: Das Großboot aus Dortmund fuhr als amtierender Weltmeister zu Saisonbeginn hinterher, fing sich im Laufe der Saison aber und gewann letztlich olympisches Silber in Atlanta. Thiede: «Unser damaliger Trainer Ralf Holtmeyer hat immer gesagt: Wenn man nicht oben ist, ist man auf dem Weg dorthin. Und dahin müssen wir Stück für Stück zurückkommen.» Und zwar nicht zu verbissen und mit einem Lächeln auf den Lippen.

Holländer jubeln

Ein, wenn auch, verbissenes Lächeln war auf den Lippen der Frauen zu erkennen. Der Frauenachter gewann zwar Silber und war damit wie schon beim ersten Weltcup in Ottensheim bestes deutsches Boot, in richtiger Freude und Jubelgesängen übten sich aber die Holländer. Deren Frauen gewannen im Großboot, aber die Frauen aus Dortmund hatten die passende Antwort parat: «Dafür gewinnen wir in Deutschland.» Und zwar bei der WM in München Ende August.

Rückschläge gab's auch in den beiden Zweiern: Andreas Penkner/Jochen Urban wurden Sechste. Die vier angetretenen Frauenzweier belegten die Plätze fünf, sechs, sieben und neun, wobei die WM-Dritten und Doppelstarterinnen Nicole Zimmermann/Elke Hipler als Fünfte noch die Besten waren. Hipler: «Gut gerudert sind wir aber nicht. Da lief gar nichts.» Dafür war Silber im Achter ein kleiner Trost. Carsten Oberhagemann

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