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Die ProB-Saison 2012/2013

Basketball

Das erste Spiel ist bereits gespielt. Schwelm hat Stahnsdorf am Sonntag klar geschlagen und damit die Prognose vieler Trainer bestätigt, die die Baskets in der Saison 2012/2013 zu den Topfavoriten der 2. Bundesliga ProB Nord zählen. Was die Trainer sonst noch erwarten, welche Ziele die Teams haben und wer die Leistungsträger der zwölf Teams sind, lesen Sie in unserer Saisonvorschau.

DORSTEN

01.10.2012
Die ProB-Saison 2012/2013

Wohin geht die Reise für die BG Dorsten in ihrer zweiten Zweitliga-Saison? Los ging sie beim Fotoshooting auf jeden Fall am Dorstener Bahnhof.

BG Dorsten

Die BG Dorsten und Trainer Torsten Schierenbeck möchten an die vergangene Saison anknüpfen, wo man als Aufsteiger für viel Furore in der ProB sorgte. 14 Siegen standen nur 10 Niederlagen gegenüber, was letztlich zum sechsten Platz im Norden führte. Die Dorstener mussten aber auch die Abgänge von Leistungsträgern wie Tom Lipke (BSW Sixers), Blake Poole (BG Leitershofen) und Terry Bryant (unbekannt) hinnehmen. Die Lücken sollen vor allen Dingen Rückkehrer Nino Janoschek (zuvor BSV Wulfen), Christian Marquardt (Hertener Löwen) und US-Amerikaner Christopher Jones füllen. Auf der zweiten Ausländerposition gab es einen kurzfristigen Wechsel: Center Rickie Crews ersetzt Quincy Okolie, der mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Ziel der Dorstener ist es, die gute Platzierung des letzten Jahres zu bestätigen. Topfavorit ist für Torsten Schierenbeck Schwelm. "Danach fängt für mich schon das Mittelfeld der Liga an", erklärt der BG-Trainer. Zu den potenziellen Abstiegskandidaten möchte Schierenbeck keine Prognose abgeben.

 

BSV Münterland Baskets Wulfen

Einen großen personellen Umbruch gab es bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen.

Das Leverkusener Urgestein Heimo Förster, der zuletzt die Grevenbroich Elephants in der Regionalliga betreute, ersetzt Sebastian Borgmann auf der Trainerbank. Aus dem letztjährigen Kader sind lediglich vier Spieler übrig geblieben. Zu den prominentesten Neuzugängen zählen sicherlich die Aufbauspieler Maik Berger (zuvor Hertener Löwen) und Philip Günther (UBC Münster). Zudem sollen die US-Amerikaner Anthony Young (Power Forward) und Antonio Houston (Small Forward) dafür sorgen, dass der BSV seinen neunten Platz aus dem Vorjahr verbessert. Hohe Erwartungen ruhen auch auf den Schultern von Flügelspieler Hendrik Bellscheidt, der in den Vorbereitungsspielen sein großes Potenzial andeutete.

Als Saisonziel geben die Wulfener Verantwortlichen die Play-Offs an. In der Favoritenrolle sieht Trainer Förster Schwelm und Hannover. Zu den Abstiegskandidaten möchte er keine Prognose abgeben.  

Hertener Löwen

Die Hertener zählen traditionsgemäß zu den Schwergewichten der Liga. Zuletzt wurden sie Zweiter. Danach kämpfte sich das Team bis ins Play-Off-Halbfinale, wo allerdings die Oettinger Rockets aus Gotha eine Nummer zu groß waren. Vor dieser Saison mussten die Löwen aber einen personellen Aderlass über sich ergehen lassen, und sich mit Ausnahme von Center Christoph Hackenesch von zahlreichen Leistungsträgern trennen. Allerdings konnte der Verein auf dem heimischen Spielermarkt vielversprechende Verpflichtungen tätigen. Unter anderem verstärken Tim Schönborn (zuvor SVD 49 Dortmund), Julius Dücker (Schwelm) und Farid Sadek (Bayer Leverkusen) das Löwenrudel. Zudem ersetzt Dirk Altenbeck den langjährigen Erfolgscoach Boris Kaminski. Der neue Trainer hat das Hauptziel ausgegeben, "das Team weiterzuentwickeln, wobei ein Play-Off-Platz sicherlich dazu gehört". Ein möglicher Favorit in der Nordgruppe sind laut Altenbeck die BSW Sixers. In der Abstiegsfrage möchte er sich überraschen lassen.  

Citybasket Recklinghausen

In einem Herzschlagfinale setzten sich die Recklinghäuser in der letzten Saison gegen die Astro Stars aus Bochum durch und schafften den Aufstieg in die ProB. Viele Leistungsträger aus der Regionalliga werden auch das Citybasket-Trikot in der dritthöchsten deutschen Spielklasse tragen, unter anderem die Routiniers Mirko Bregulla, Robert Franklin und Stefan Fürst. Somit wird Recklinghausen eine eingespielte Truppe aufbieten, die vor allen Dingen auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit vertraut. Außerdem geht das Team mit drei US-Amerikanern in die Saison. Neben Franklin hat der Club Center Austin Steed und Point Guard Patrick Carney verpflichtet. Das Traineramt bekleidet Bill Paterno, der zuletzt bei US Heffingen in Luxemburg auf der Bank saß und den langjährigen Trainer Georg Kleine ablöst.

Recklinghausen hat als Saisonziel den Klassenerhalt formuliert, wobei Paterno wichtig ist, "dass das Team in jedem Spiel 120 Prozent gibt".  

Schwelmer Baskets

Bei vielen Experten gilt Schwelm in dieser Saison als Ligafavorit. Dieser Einschätzung hat das Team von Raphael Wilder durch den hohen Auswärtssieg in Stahnsdorf im vorgezogenen Ligaspiel am Sonntag neuen Nährboden gegeben. Dabei überragte der neue US-Amerikaner im Team Julius Coles mit 34 Punkten. Aber auch die anderen Neuzugänge wie Sebastian Schröter, Dario Fiorentino (beide früher ETB Wohnbau Baskets Essen) sowie Lars Wendt (Paderborn Baskets) wussten bei ihrem ersten Auftritt im Schwelmer Dress zu überzeugen. Etwas unauffälliger blieb Coles Landsmann und Aufbauspieler Darren "DJ" Hamilton.

In der letzten Saison belegte Schwelm einen etwas enttäuschenden fünften Platz nach der Hauptrunde. Danach scheiterten die Baskets im Play-Off Viertelfinale an Hannover.  

Herzöge Wolfenbüttel

Die Saison 2011/12 endete eigentlich mit dem sportlichen Abstieg der Herzöge. Doch aufgrund einiger Zwangsabstiege erhielt Wolfenbüttel auch für die Saison 2012/2013 eine Lizenz für die Pro B. Um die neue Spielzeit erfolgreicher zu gestalten, haben sich die Herzöge mit Frank Theis einen prominenten Neuzugang vom Lokalrivalen aus Braunschweig gesichert. Zudem ersetzen die US-Amerikaner Jack Hanley und Travis Clark die letztjährigen Topscorer des Teams Marquis Jones und Reginald Owens. Center Travis Clark wird aufgrund einer Verletzung zum Saisonauftakt gegen Wulfen aber noch fehlen.

Die Herzöge haben den Klassenerhalt als Saisonziel formuliert. Trainer Benjamin Travnizek nennt Schwelm und Hannover als erste Favoriten, aber auch Dorsten und Herten traut er eine gute Rolle zu. Bei den Abstiegskandidaten möchte er sich nicht festlegen, da er die Liga sehr ausgeglichen sieht. "Von Platz vier abwärts ist alles möglich", so Travnizek.  

RSV Eintracht Stahnsdorf

Die Spielgemeinschaft aus Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sicherte sich in der letzten Saison in einem spannenden Finale den achten Platz im Norden und den Einzug in die Play-Offs. Dort scheiterte das Team in der ersten Play-Off-Runde deutlich am späteren Meister aus Gotha. Der Start in die neue Spielzeit ist am Sonntagabend im vorgezogenen Heimspiel gegen Schwelm aber gründlich missglückt. Schwelm siegte deutlich mit 84:55 gegen ersatzgeschwächte Gastgeber, bei denen lediglich Flügelspieler Tobias Grauel mit 21 Punkten zu überzeugen wusste. So wartet noch viel Arbeit auf Trainer Vladimir Pastushenko und seine Spieler.

Der Coach selbst gibt das Saisonziel aus, mit der jungen Mannschaft die Play-Offs zu erreichen. Als Favoriten schätzt er Schwelm und Herten ein, wobei er auch dem BSV Wulfen und den Hannover Tigers eine gute Rolle zutraut. Was den Abstieg betrifft, kann man laut Pastushenko zu diesem Zeitpunkt keine abschließende Einschätzung abgeben.  

UBC Tigers Hannover

Der ProB-Nordmeister scheiterte in der letzten Saison im Play-Off-Halbfinale an Rasta Vechta und verpasste somit die Rückkehr in die ProA, aus welcher man im Vorjahr aufgrund wirtschaftlicher Probleme freiwillig zurückgezogen hatte.

Einen personellen Umbruch erleben die Tigers in dieser Saison. Nur noch fünf Spieler aus dem letztjährigen Kader spielen weiterhin für den UBC. Kompensiert werden müssen die Abgänge von ProB-Nord-Topscorer Jacob Doerksen und Richard Williams (beide zu Rasta Vechta). Dafür verstärken Point Guard Ashanti Cook und Power Forward Tyrone Nared die Norddeutschen. US-Trainer Michael Mai peilt in dieser Saison die erneute Play-Off Teilnahme an. Mai sieht Schwelm, Oldenburg, Dorsten und die BSW Sixers in der Liga vorne. Zu den Abstiegskandidaten zählt er Recklinghausen, Braunschweig und Wulfen.  

BSW Sixers

Als Aufsteiger konnten die BSW Sixers in der vergangenen Spielzeit als Vierter der Hauptrunde in der ProB-Südgruppe für Furore sorgen. In der ersten Play-Off Runde scheiterte das vom ehemaligen Nationalspieler Stephen Arigbabu trainierte Team aus Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen an den Schwelmer Baskets. Laut Teammanager Maik Leuschner möchten die Sixers in dieser Saison mindestens die zweite Play-Off Runde erreichen.

Mit dem Ex-Dorstener Tom Lipke haben sich die Sixers auf der Flügelposition verstärkt. Leistungsträger Sascha Ahnsehl konnte zudem gehalten werden. Die US-Amerikaner Paul Harrison und Jeremie Simmons sollen den Abgang des letztjährigen Topscorers des Teams, Aaron Fleetwood, kompensieren. Als Ligafavoriten sieht Leuschner Schwelm und Herten. Gegen den Abstieg kämpft seiner Meinung nach Wedel. Aber auch Recklinghausen, Oldenburg, Stahnsdorf und Wulfen können unten reinrutschen.  

Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB

Der Aufsteiger setzt sich aus einer Kooperation des Erstligisten Oldenburger TB und der Basketballakademie Weser-Ems (BAWE) zusammen. Per Doppellizenz werden vor allem talentierte deutsche Nachwuchsspieler sowohl bei den EWE Baskets wie auch in der 1. Mannschaft des OTB in der 1. Regionalliga eingesetzt. Somit kommt das Team von Trainer Mladen Drijencic auf ein Durchschnittsalter von nur 21,4 Jahren. Der 35-Jährige Center Chris Heinrich ist der Routinier des Teams und hatte mit seinen 14 Punkten und 8 Rebounds pro Partie in der letzten Saison maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die ProB. Point Guard Kevin Smit ist ein weiterer Leistungsträger im Team, der auch die Saisonvorbereitung bei den EWE Baskets Oldenburg absolviert hat. Einziger Importspieler ist der US-Amerikaner Mike Taylor.

Trainer Mladen Drijencic möchte in der Premierensaison möglichst früh den Klassenerhalt sichern. "Wir haben nach unserem Aufstieg noch keine Orientierung in der neuen Liga und müssen noch ein bisschen recherchieren", so Drijencic. Als Favoriten sieht er die Schwelmer Baskets und die BSW Sixers. Eine Prognose hinsichtlich potenzieller Abstiegskandidaten möchte er nicht aufstellen.  

Spot Up Medien Baskets Braunschweig

Das Farmteam des Erstligisten Phantoms Braunschweig belegte in der vergangenen Saison einen guten vierten Platz in der Hauptrunde und scheiterte erst in der zweiten Play-Off-Runde am späteren Meister Oettinger Rockets Gotha. In der neuen Spielzeit müssen die Braunschweiger aber auf die Brüder Daniel (zum SSV ratiopharm Ulm) und Frank Theis (Herzöge Wolfenbüttel) verzichten, die zu den absoluten Leistungsträgern des Teams zählten. Mit Aufbauspieler Dennis Schröder konnte wenigstens ein Eckpfeiler des Teams gehalten werden. Die Neuzugänge Dominique Johnson (Eisbären Bremerhaven), Marc Nagora (Rist Wedel) und Eric Land (TSV Breitengüßbach) sollen die Theis-Abgänge kompensieren.

Abzuwarten bleibt die Anzahl der Überschneidungen mit Phantoms-Spielen, in denen der ProB-Ligist Spieler mit Doppellizenz abstellen muss. Von daher ist Trainer Liviu Calin vorsichtig mit einer Prognose für die Saison. Ein Play-Off-Platz ist aber in jedem Fall realistisch. Zu den Favoriten zählt Calin Schwelm, Hannover, Stahnsdorf und Dorsten. Bei der Abstiegsfrage möchte der Trainer keine Prognose abgeben.  

SC Rist Wedel

Der traditionsreiche Club aus Schleswig-Holstein hat in der letzten Saison als Siebter die Play-Offs erreicht und scheiterte dort nach drei hart umkämpften Spielen am Süd-Zweiten Giants Nördlingen. Bekannt ist der Club für seine gute Nachwuchsarbeit, die erst kürzlich von der Jungen Liga (DJL) ausgezeichnet worden ist. Das Trainerzepter schwingt der erst 28-jährige Sebastian Gleim in dieser Saison, nachdem sich der SC Rist in der Vorbereitung von Özhan Gürel getrennt hatte.

Die Saisonvorbereitung der Mannschaft bezeichnet der neue Trainer als "nicht ganz einfach, aber wir sind jetzt bereit für die anstehende Saison". Auf der Ausländerposition ersetzt Small Forward Davey Hopkins den letztjährigen Topscorer Anthony Pettaway. In der Favoritenrolle sieht Gleim Schwelm, Dorsten und Herten. Zu den potenziellen Abstiegskandidaten möchte er keine Prognose wagen.