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Leichtathletik

Der Europameister geht nach Münster

Sythen Fünf Jahre startete Antonio Rodrigues für den TuS Sythen. Jetzt wechselt der portugiesische Ü55-Europameister zum LSV Münster.

Der Europameister
geht nach Münster

International lief Antonio Rodrigues im Trikot Portugals, bei seinen sonstigen Starts im Trikot des TuS Sythen. Letzteres wechselt er nun gegen das des LSV Münster.RN-Fotos Archiv

Es war eine erfolgreiche Zeit mit vielen Höhepunkten, sagt Antonio Rodrigues über seine Zeit beim TuS Sythen. Doch nach fünf Jahren wechselt der amtierende Ü55-Europameister über die 3000 m Hindernis jetzt zum LSV Münster. Er hofft dabei auf neue Reize und freut sich auf einige Landsleute in der Trainingsgruppe.

Rodrigues begann seine Laufkarriere in seiner Heimat Portugal mit 16 Jahren im „Footballclub Porto“. Nach ersten nationalen Erfolgen schaffte er mit 19 Jahren die Qualifikation zu den Jugendeuropameisterschaften in Utrecht und belegte im Endlauf über 2000 m Hindernis einen hervorragenden siebten Platz.

1988 wurde er portugiesischer Meister über 1500 und 3000 m in der Halle und wurde in den Landeskader für die Olympiaausscheidungen berufen. Ein Jahr später holte er sich auch den Landestitel über die 3000 m Hindernis.

Danach fuhr er aus beruflichen Gründen sein Sportengagement zurück und begann erst 2009 wieder mit dem Laufsport. Doch schon nach einem Jahr Training meldete er wieder für die Europameisterschaften der Senioren in Ungarn und wurde Vizemeister über 3000 m Hindernis.

2013 kam der inzwischen 51-jährige Rodrigues nach Sythen und trat dort dem TuS bei. „Das war eine ganz neue Welt für mich“, erzählt er und erinnert sich noch gut an seinen ersten Start für den neuen Verein beim Bertlicher Straßenlauf. Er lief damals nach 37:08 Minuten über die Ziellinie der 10.000-m-Strecke, belegte Platz vier in der Gesamtwertung und gewann souverän seine Altersklasse M50.

Für ihn waren die Starts bei den „Volksläufen“ aber eigentlich immer nur Form- und Ausdauertests für seine eigentliche Disziplin, die Mittelstrecken. Dafür trainierte er konzentriert weiter und bald stellten sich auch die ersten Erfolge ein.

2014 wurde Rodrigues gleich dreifacher Westfalenmeister. Er gewann die Meisterschaften in Düsseldorf und Gladbeck über 1500, 3000 und 5000 m. Ein Jahr später siegte er in Bochum über die 5000 m und konnte 2017 in Paderborn diesen Erfolg wiederholen.

Auf der Crosstrecke fühlte er sich mittlerweile ebenfalls wohl und wurde in diesem Jahr auch NRW-Meister seiner Altersklasse über 10.000 m im Gelände.

So gerüstet wagte sich Rodrigues in diesem Jahr auch auf die internationale Bühne und meldete für die 20. Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Aarhus , Dänemark. Dort lief er über 3000 m Hindernis unter dem Jubel der Zuschauer in 11:04:71 Minuten als neuer Europameister der Altersklasse M55 über die Ziellinie. Zwei Tage später stellte er seine Klasse erneut mit Platz drei über 5000 m unter Beweis. Rückblickend sagt er: „Das war zu diesem Zeitpunkt für mich das höchstmöglich Erreichbare.“ Zu diesem Zeitpunkt ...

Doch für das kommende Jahr hat er Antonio Rodrigues sich neue Ziele gesteckt, und die will er beim LSV Münster verwirklichen. Im März will er bei den Halleneuropameisterschaften in Madrid starten. Das Jahreshighlight in seinem Kalender soll aber seine erste Teilnahme bei den Weltmeisterschaften werden, die in Malaga, also ebenfalls in Spanien ausgetragen werden.

„Dafür werde ich weiter gezielt trainieren und möchte am Ende erneut mit guten Leistungen überzeugen“, sagt er.

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