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Bells Heimabschied endet kurios

Handball

Das Spiel gegen den TV Vorst wird Burkhard Bell wahrscheinlich nie vergessen. Und das nicht nur, weil es sein letztes Heimspiel als Trainer beim SV Schermbeck war.

SCHERMBECK

08.05.2011
Bells Heimabschied endet kurios

Trainer Michael Nölscher (vorn) genießt weiterhin das volle Vertrauen des Schermbecker Vorstandes.

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SV Schermbeck - TV Vorst

Die Partie gegen den TV Vorst war für Burkhard Bell das letzte Heimspiel als Trainer der Handball-Abteilung des SV Schermbeck. Als Sportlicher Leiter bleibt er dem SVS aber erhalten. Die Partie gegen Vorst endete mit einem kuriosen 30:31, doch gefeiert wurde anschließend trotzdem.
08.05.2011
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Die T-Shirts der Spieler sagten alles.© Ralf Pieper
Abteilungschef Burkhard Holl (re.) überraschte Burkhard Bell mit Karten für "Sister Act 2".© Ralf Pieper
Auch Bells Nachfolger Michael Nölscher (li.) wünschte alles Gute.© Ralf Pieper
Sven Felisiak (li.) sucht die Lücke, Heiko Kreilkamp (re.) lauert am Kreis auf ein Anspiel.© Ralf Pieper
Der schnelle Christopher Timmermann hatte vor allem bei Tempogegenstößen starke Szenen.© Ralf Pieper
Sebastian Seibel erzielte einen aufsehenerregenden Rückhand-Treffer und wurde im zweiten Durchgang kurz gedeckt.© Ralf Pieper
Burkhar Bell tritt als Sportlicher Leiter künftig in den Hintergrund, Michael Nölscher rückt als Trainer an seine Stelle.© Ralf Pieper
Schlagworte Dorsten

37 Sekunden waren in der ausgeglichenen Partie noch zu spielen, als Daniel Robert mit seinem siebten Siebenmeter das 30:29 für den SVS erzielte. Vorst reagierte mit einer Auszeit, nahm den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler vom Feld und versuchte in Überzahl noch den Ausgleich zu erzielen. Mit Erfolg, 16 Sekunden vor dem Ende fiel das 30:30 – doch das Vorster Tor war leer. Schermbeck suchte über eine schnelle Mitte die Entscheidung, Heiko Kreilkamp stieg im Mittelkreis hoch und warf aufs Tor – die Uhr zeigte noch zwölf Sekunden. Aber der Ball trudelte vorbei. Die Vorster nahmen ihn auf, spielten schnell nach vorn und zwei Sekunden vor der Schlusssirene zappelte das Leder zum alles entscheidenden 30:31 im Schermbecker Tornetz.

„So etwas habe ich auch noch nie erlebt“, fehlten Burkhard Bell nach diesem kuriosen Ende ein wenig die Worte. Der Trainer wollte die Niederlage aber nicht an der letzten Szene des Spiels festmachen. Selbstkritisch stellte er fest, dass die Manndeckung gegen Vorsts starken Halblinken Andreas Bröxkes vielleicht ein bisschen zu spät gekommen sei. Bröxkes hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Gäste den 13:16-Pausenrückstand nach dem Seitenwechsel rasch aufholten (17:17, 37. Minute) und auch eine Schermbecker 22:19-Führung (44.) wieder wettmachten. In der starken ersten Halbzeit hatte der SVS immer dann gut ausgesehen, wenn er über Christopher Timmermann oder andere schnelle Spieler zu Tempogegenstößen kam. Als diese Waffe im zweiten Durchgang stumpf wurde, begannen die Schermbecker Probleme. So konnte das Team seinem Trainer zum Heimabschied keinen Sieg schenken. Der Feierlaune tat das aber nur kurz Abbruch, zumal auch Bells früheres Verbandsliga-Damenteam zum „Ausstand“ seines Ex-Trainers gekommen war und für Partystimmung sorgte.

Busjan, N. Bell; C. Seibel (1), S. Seibel (4), Kuhn (1), Robert (7/6), Weber (2), Kerbstadt, Kreilkamp (3), Hinz (3), F. Bell (2), Felisiak, Timmermann (4), von Berg (3). 

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