Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Fußball

BVH Dorsten holt den ersten Punkt

DORSTEN/SCHERMBECK Am fünften Spieltag der Fußball-Saison holten Westfalenligist SV Schermbeck und Landesligist SV Hardt jeweils einen Punkt. In der Bezirksliga verteidigte Deuten die Tabellenführung, während der BVH Dorsten seinen ersten Punkt einheimste und Gahlen zum dritten Mal in Folge verlor.

BVH Dorsten holt den ersten Punkt

Schermbecks Bene Jansen liegt nach einem Foulspiel am Boden.

In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen fast ausschließlich im Mittelfeld ab. In der 13. Minute gaben die Paderborner den einzigen gefährlich Torschuss ab, der Ball traf aber nur die Latte. Die Schermbecker taten sich sehr schwer, in den Paderborner Strafraum zu kommen. Die erste richtige Torchance brachte aber gleich die Führung. In der 40. Minute schlug Marek Klimcozk eine Ecke vors Tor, Tim Dosedal köpfte das Leder mit immenser Wucht unhaltbar unter die Latte. In den ersten Minuten nach der Pause war die SVS-Hintermannschaft sehr fahrlässig, doch die Latte war in der 49. Minute wieder auf Seiten des SVS. Es gab nun einige Möglichkeiten auf beiden Seiten. So hatte Dosedal eine weitere Kopfballchance, auch Nikolai Nehlson hatte das 2:0 auf Fuß. Auf der anderen Seite rettete der Pfosten bei einem Freistoß Hasan Pepics (65.) und drei Minuten späsetzte Marcel Salokat einen 18-Meter-Schuss ans Gebälk. In der 71. Minute kam SVS-Keeper Volker Meßmann bei einer Flanke völlig unnötig bis fast an die Strafraumgrenze und ermöglichte Marcel Salokats Kopfball zum Ausgleich.

In der ersten Halbzeit gab es aus dem Spiel heraus sehr wenige gefährlich Aktionen vor beiden Toren. In der zwölften Minute gab es nach einem Foulspiel im Strafraum einen Elfmeter für die Platzherren. Der Hardter Schlussmann Stefan Schröder wehrte den Strafstoß ab und bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Beide Teams zeigten weiter ein Duell auf Augenhöhe, das sich aber meist im Mittelfeld abspielte. Als Patrick Siegle in der 34. Minute im Sinsener Strafraum von den Beinen geholt wurde, gab es auch einen Elfmeter für die Hardt. Andreas Kauschat ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Die Partie nahm im zweiten Durchgang eine Wendung, die Marc Wischerhoff nicht in den Kram passte. Sinsen war nun deutlich stärker und erspielte sich auch die eine oder andere gute Torchance. Für den Ausgleich brauchte die Mannschaft Martin Schmidts aber auch eine Standardsituation. Nach einer Ecke war Michael Zoladz zur Stelle und markierte den mittlerweile verdienten Ausgleich.

Neben Fatih Er (Kreuzbandriss) musste Deutens Coach kurzfristig auch Jonas von Gostomski (Erkältung) aus der Startelf streichen. Zudem verletzte sich Lukas Nolte nach wenigen Minuten. Hellekamp war also gezwungen, seine Offensivabteilung komplett umzubauen. „Dass das Spiel dann stockt, ist normal“, sagte Hellekamp. Deutlich mehr ärgerte er sich über die vielen leichten Ballverluste im Mittelfeld und die Schwächen in der Rückwärtsbewegung. So hatten die Gäste in den ersten 30 Minuten zwei, drei gute Torchancen. Eine Lippramsdorfer Führung wäre verdient gewesen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: In der letzten Aktion vor der Pause behauptete Niko Tautz einen langen Ball im Strafraum und legte ab auf Tobias Urban, der die Übersicht behielt und das Leder platziert im langen Ecke versenkte. Dieses Tor gab den Deutenern Sicherheit. Zwar versprühte der Spitzenreiter auch im zweiten Durchgang nicht unbedingt fußballerischen Glanz, aber der Sieg geriet nach dem zweiten Tor, das Stefan Kahnert nach Vorarbeit von Niko Tautz aus kurzer Distanz eiskalt erzielte (52.), nicht mehr in Gefahr.

„Wir haben die Grundelemente des Fußballs vergessen und indiskutabel gespielt.“ Trotz des Abstands von 24 Stunden fand Trainer Frank Frye harte Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. In einem schwachen Fußballspiel bekamen die Zuschauer auf Asche zunächst wenig geboten, ein Schussversuch von Sebastian Steinke betitelte Frye als die beste Gahlener Chance im ersten Durchgang. Nach dem Seitenwechsel fielen immerhin Tore, überwiegend allerdings auf der falschen Seite. Die Gastgeber gingen nach 66 Minuten in Führung, Steinke gelang nach einem Standard der Ausgleich (71.). Der TuS brachte den Punkt in der Folge nicht über die Zeit, individuelle Fehler luden Reken zum einfachen Toreschießen ein. Symbolisch sah Frank Frye hierfür den dritten Treffer, VfL-Joker Daniel Edeler umkurvte gleich drei Gahlener Verteidiger und versenkte das Leder fast von der Außenlinie.

An der defensiven Grundordnung des BVH bissen sich die Hausherren zunächst die Zähne aus, Kauls Erfolgsrezept in der Offensive hieß Nadelstiche. In Durchgang eins führten die Konter noch nicht zu guten Möglichkeiten, was sich nach dem Seitenwechsel allerdings änderte. Als „zu schläfrig“ bezeichnete Kaul seine Mitspieler, die in Hälfte zwei gut und gerne auf 1:0 hätten stellen können. Erst tauchte Marcel Schwandt alleine vor dem TSG-Kasten auf, kurz darauf scheiterte Robin Rodriguez aus ähnlicher Position. Alex Kaul dazu: „Mit mehr Selbstvertrauen hätten die Jungs die Tore vielleicht gemacht.“ So blieb es bis zum Abpfiff beim torlosen Unentschieden. Auch deshalb, weil die Holsterhausener Defensive einen guten Tag erwischte und wenig anbrennen ließ. Einen Rückschlag mussten die Gäste trotzdem noch hinnehmen: Marcel Schwandt sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (83.) und fehlt nächste Woche. Dann erwarten die Holsterhausener den verlustpunktfreien Tabellenführer Deuten zum Derby. 

 

Orte:

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

DORSTEN Nach dem Testspiel gegen den FC Schalke ist BG-Trainer Besart Kelmendi mit sich selber uneinig gewesen. Auch wenn er viel Lob an seine Mannschaft verteilte, sah er noch Verbesserungsbedarf.mehr...