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Hans Platzgumer: „Drei Sekunden Jetzt“

Buchkritik

Der österreichische Schriftsteller Hans Platzgumer schickt seinen Ich-Erzähler François in „Drei Sekunden Jetzt“ auf eine abenteuerliche Reise.

von Britta Helmbold

23.05.2018
Hans Platzgumer: „Drei Sekunden Jetzt“

Das Findelkind, in einem gefüllten Einkaufswagen in einem Supermarkt wurde es entdeckt, wird in einem besseren Viertel Marseilles von seinen Pflegeeltern großgezogen. Der Vater ist ein Kotzbrocken, die Mama fürsorglich, steht allerdings unter der Fuchtel ihres Mannes.

Suche nach seinen Wurzeln

Nach dem Abitur verlässt François seine Eltern und schafft es in ein zwielichtiges Hotel in Marseille. Der Inhaber war ebenfalls auf seinem Gymnasium, und so beginnt seine kleinkriminelle Karriere, die ihn bis nach New York und Montreal, wo er fast erfriert, führt – und wieder zurück nach Marseille, zu Mama.

Es ist die Geschichte von der Suche nach seinen Wurzeln, seiner Identität, von einem Platz in dieser Welt – und davon erzählt Autor Platzgumer großartig unsentimental. Ausgesprochen lesenswert.

Hans Platzgumer: Drei Sekunden Jetzt, 252 S., Zsolnay, 22 Euro, ISBN 978-3-552-05885-9.