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Stefan Heucke hat Leben von Nikolaus Groß vertont

ESSEN. "Was ist der Mensch? Was vermag der Mensch?" - Mit diesen Fragen beginnt das Oratorium "Nikolaus Groß" des Bochumer Komponisten Stefan Heucke. Das Leben des am 30.9.1889 in Hattingen geborenen Bergmanns, Journalisten, Arbeiterführers und Widerstandskämpfers stellt diese Fragen und gibt Antworten.

von Von Julia Gaß

, 25.05.2011

Das Werk ist eine Auftragskomposition des Ruhrbistums und wird zum Abschluss der Nikolaus Groß-Festwoche am 7.10. in der Mercatorhalle Dusiburg uraufgeführt. - Am zehnten Jahrestag der Seligsprechung des im Zusammenhang mit dem Attentatversuch auf Hitler verhafteten, ins KZ gesperrten, 1945 hingerichteten Arbeiters. Zwei Tage später erklingt das Werk inder Philharmonie Essen.Libretto vom Bruder Heucke hat sich gewundert, als er im April 2007 auf dem Anrufbeantworter die Anfrage des Bistums hörte. Dann hat er seinen Bruder Clemens, einen Historiker, der Librettist seiner Oper "Das Frauenorchester von Auschwitz ist", beauftragt die Textvorlage zu schreiben, viel überNikolaus Groß gelesen und mit fünf seiner sieben Kinder, die noch leben, gesprochen.

Im Sommer 2010 hat Heucke begonnen zu komponieren, am Donnerstag hat er die letzte Note auf Seite 301 der Partitur geschrieben. Schott verlegt sie.

Klassische Tradition Heucke schreibt in klassischer Oratorientradition. "Ich gehöre nicht in die experimentelle Avantgarde-Ecke", betont der 52-Jährige. Ausgangspunkt des durchkomponierten, 80-minütigen, vierteiligen Werks ist der Choral "Gott wohnt in einem Lichte" von Jochen Klepper, die ersten vier Töne sind die Keimzelle des Oratoriums.

Und das ist mit großem Orchester (Duisburger Philharmoniker unter Graham Jackson), Orgel, Chor, Kinderchor und vier Solisten besetzt. Es gibt einen Nikolaus (Tenor), seine Frau Elisabeth (Tenor), Sprecher (Bariton) und die Stimme des Bösen, einen Bass in wechselnden Rollen. Nach der Uraufführung erscheint eine CD. Eröffnet wird die Festwoche an Groß' Geburtstag mit dem Musical Nikolaus Groß aus Mülheim.

 

 

 

 

 

Karten: Duisburg, Tel. (0203) 570 68 50, Essen Tel. (0201) 812 22 00.