Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Musiktheater im Revier

Schostakowitschs Operette enttäuscht

Gelsenkirchen Die Operettenrevue „Moskau, Tscherjomuschki“ feiert im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen Premiere. Aber die Operettenklänge von Dimitri Schostakowitsch enttäuschten Kenner seiner Musik.

Schostakowitschs Operette enttäuscht

Szene aus der Operettenrevue. Foto: Stöss

„Moskau, Tscherjomuschki“ nennt Dimitri Schostakowitsch seine einzige Operette. Im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen zeigte die Premiere, das die Story durchaus Parallelen zur heutigen Flüchtlingsproblematik hat: Schauplatz ist eine Spielzeugfabrik am Rande Moskaus.

Dominique Horwitz organisiert die vielen Akteure

Da arbeiten Obdachlose, und damit sie nicht randalieren, müssen sie Beruhigungspillen schlucken; nachts schlafen sie im Untergeschoss. Das ist glänzend gelöst durch eine fahrbare Ober- und Unterbühne – und der bekannte Schauspieler Dominique Horwitz löst als Regisseur das turbulente In- und Miteinander der vielen Akteure geradezu pingelig genau.

In der Nacht lösen neue Pillen eine Art neurotisches Feuerwerk aus: Das ist dann der Höhepunkt der Revue.

Wiener Volksmusik ohne den Charme von Straußkompositionen

Wer sich auskennt in Schostakowitschs Musikwerk, kann von den „Operettenklängen“ dieser Revue nur enttäuscht sein. Sie klingen nach Wiener Volksmusik, erreichen aber nirgends den Charme einer Straußkomposition – und der Beifall hält sich vor allem im ersten Teil in Grenzen.

Nach der Pause ändert sich zwar nicht der Stil, aber die Instrumentation, der Klang wird farbiger; und in den Traumszenen zeigt Schostakowitsch endlich sein musikalisches Können.

Termine: 8./13./21./28.4.; Karten: Tel. (0209)4097200.

www.musiktheater-im-revier.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

So spannend der Titel „Große Freiheit Mitte“ klingt – im Grunde nutzt Michel Ruge seine realitätsnahe Erzählung über das Berliner Nachtleben der Nachwendezeit zu sehr als biografische Selbstinszenierung; wenn auch mit interessanten Einblicken in die Club-, Film- oder Schauspielszene des damaligen Berlin.mehr...

Anfang des 18. Jahrhunderts: In Dublin lässt sich Richard, der junge Ehemann von Kit, als Soldat anwerben und zieht in den Krieg. Seine Frau will ihn in Marina Fioratos historischem Roman „Das Herz der Kriegerin“ finden und lässt sich auf ein gefährliches Abenteuer ein. mehr...

Gasometer Oberhausen

Messner warnt vor Faszination Berg

Oberhausen Reinhold Messner, der alle Achttausender bezwungen hat, präsentierte am Donnerstag im Gasometer Oberhausen die „vierte Dimension“ der Weltberge. Sein Vortrag war überraschend selbstkritisch.mehr...