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Schon der Altelefant hatte Karies

BONN och bis zum 6. November können Besucher den Eurasischen Altelefanten im Rheinischen Landesmuseum in Bonn erleben. Mit einer Schulterhöhe von vier Metern ist die Rekonstruktion des Uhrzeitriesen das größte Exponat in der Sonderausstellung "Elefantenreich - Eine Fossilwelt in Europa", die den Besuchern einen Einblick in das Leben vor 200 000 Jahren verschafft.

von Von Anke-Elisabeth Schoen

, 02.05.2011
Schon der Altelefant hatte Karies

Der Eurasische Altelefant ist ein wahrer Gigant.

Die in der Schau präsentierten Objekte, wie das Skelett eines Elefanten, Fisch- und Insektenreste, Werkzeuge der Vor-Neandertaler, entdeckten Archäologen zwischen 1985 und 1996 im Braunkohletagebau Neumark (Sachsen). Die ausgestellten Altelefanten siedelten an einem rund 11 000 Jahre lang existierenden See. 300 Kilogramm Grünfutter frisst ein Altelefant täglich, 20 bis 30 Tiere lebten gleichzeitig am Gewässer, schätzen Forscher.Knochen für Werkzeugbau

Außer den Altelefanten weilten aber auch Steppennashörner, Hyänen und Damhirsche in der Region. Auch Vor-Neandertaler lassen sich nachweisen. In kleinen Jagdgruppen erlegten sie Wildtiere, um Fleisch und Rohmaterial zu erbeuten. Dass sie auch Jagd auf Elefanten machten, ist nicht belegt. Allerdings nutzten sie ihre Knochen für den Werkzeugbau. Die Dickhäuter hatten Karies, auch das zeigt die Ausstellung. Einer der ausgestellten Elefantenzähne weist Löcher auf.LVR-Landesmuseum Bonn: "Elefantenreich - Eine Fossilwelt in Europa", bis 6.11., Colmantstraße 14-16, Di/Do/Fr-So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr. www.rlmb.lvr.de