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Romy Schneider und die Kehrseite des Ruhms

Ruhrfestspiele

Eine Lebensbeichte, ehrlich und schonungslos, in der die Tragik einer Existenz im Rampenlicht aufscheint. Romy Schneiders Leben war ein Kampf. Gegen die dominante Mutter, gegen die Missgunst der deutschen Journaille, die ihr den Weggang nach Frankreich übel nahm, gegen den Fluch, ewig die Sissi sein zu sollen.

RECKLINGHAUSEN

, 25.05.2015
Romy Schneider und die Kehrseite des Ruhms

Chris Pichler als Romy Schneiderfoto

Den Kampf um ihre künstlerische Selbstbestimmung hat sie gewonnen, menschlich steckte sie tief im Jammertal. In einem fulminanten Solo leuchtet Chris Pichler bei den Ruhrfestspielen die Facetten ihrer berühmten Kollegin aus: "Romy Schneider, zwei Gesichter einer Frau", prima gesprochen und gespielt, geht unter die Haut, weil man spürt, auf welch dünnem Eis Schneider zeitlebens balancierte.

Übermütiger Backfisch

Chris Pichler trifft genau den Plapperton von Überschwang und Schwärmerei, mit dem der Backfisch Romy auf den plötzlichen Ruhm reagiert. "Ich bin in Amerikaaa!" Sie trifft Curd Jürgens, die Loren, Alain Delon, der ihr das Herz brechen wird. Fast jedenfalls. Denn die Kämpferin Romy rappelt sich mehr als einmal auf.

Ein anderer Mann, eine neue Liebe: Harry Meyen. Glück auf Zeit. Romy dreht Film auf Film. Wie kann ich besser werden? Sie braucht den Beifall, hasst aber die Kehrseite der Medaille: Sie ist eine öffentliche Person im Blitzlicht der Paparazzi.

Schlimmster Schlag

Dann der schlimmste Schlag, als ihr Sohn stirbt. Pichlers Stimme ist ein Beben und Schluchzen: "Ich bin eine kaputte Frau mit 43 Jahren!" Wieder kämpft sie sich vor die Kamera, dreht "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Arme, stolze, tapfere Romy. Starker Applaus für eine berührende Vorstellung.

 

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