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Prösterchen mit Kirschlikör

HERNE Endlich hat das Ruhrgebiet seine eigene Fernseh-Version von "Dinner for one". Am Dienstagabend zeichnete der WDR die Aufführung von "Dinner for Wan(ne)" im Herner Mondpalast auf. Damit alles klappt, war ein besonderer Ehrengast mit von der Partie.

von von Bastian Pannewig

, 10.10.2007

Als der NDR im Jahre 1963 "Dinner for one" zum ersten Mal für das Fernsehen aufzeichnete, arbeitete Sonja Göth als Telefonistin beim Sender in Hamburg. Nur durch Zufall wurde sie ein fester Bestandteil der legendären Aufführung. "Eigentlich sollte die Aufzeichnung ohne Zuschauer stattfinden. Doch Freddie Frinton passte das nicht, und so wurde das Publikum spontan aus dem NDR-Gebäude zusammen- getrommelt", erzählt die 80-Jährige. Dass sie in der Folge einen Lachkrampf erlitt und die Aufzeichung wegen ihr beinahe abgebrochen werden musste, ist heute Geschichte.

Ihr Lachen als Talisman

Seitdem begleitet ihr ansteckendes Gelächter jedes Jahr zu Silvester den Butler James bei seinen Stolperern über das Tigerfell. Und auch heute kann Sonja Göth noch über Miss Sophies Geburtstagsfeier lachen: "Manchmal bin ich zuerst ein bißchen verhalten. Dann denke ich mir ,Damals haben wir doch auch darüber gelacht', und muss wieder lachen."

Lachen konnte sie auch im Mondpalast, als sie zum zweiten Mal nach über 40 Jahren einer Fernesehaufzeichnung von "Dinner for one" beiwohnen durfte. Theater-Prinzipal Christian Stratmann hatte sie als Maskottchen und Talisman in die erste Reihe gesetzt. Von dort konnte sie aus nächster Nähe erleben, wie "dat Jaköbchen unser' Oma Sofie" das westfälische Festmahl brachte, mit Kirschlikör und Asti anstieß und mit steter Regelmäßigkeit über den behelmten (und lebendigen) Tigerfell-Ersatz stolperte, worauf dieser sich mehr als einmal beschwerte.

Oma Sofie im Fernsehen

Die Aufzeichnung soll am 31. Dezember zusätzlich zum klassischen "Dinner for one" im WDR gesendet werden. Sicherlich wird Sonja Göth dann einschalten. Eine Konkurrenz für das Original wird das "Dinner for Wan(ne)" jedoch nicht sein. "Für mich gibt es nur ein 'Dinner for one'. An das schwarzweiße Original von 1963 kommt für mich nichts heran," sagt sie. Und sie muss es ja wissen!