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Playmobil erklärt die Welt

Ausstellung im Maxipark

Die kleinen Figuren kehren zurück in den Maximilianpark. In diesem Jahr gibt es mehrere Welten zu erkunden. In den Osterferien führt ein besonderes Angebot die Kinder in die Dunkelheit.

Hamm

von Frederike Schneider

, 23.03.2018
Playmobil erklärt die Welt

Die Ausstellung erstreckt sich über 1700 Quadratmeter und zwei Ebenen. Kinder und Erwachsene werden sich über die Detailverliebtheit des Künstlers freuen. Foto: Thorsten Hübner

Mias Kopf reicht gerade so über den Rand der Ausstellungs-Vitrine hinaus. Aufgeregt zeigt die Zehnjährige auf den hohen Playmobil-Turm, um den mehrere Drachen schweben. „Den Turm mag ich am liebsten“, sagt das Mädchen, das aus Beckum gekommen ist, um die neue Playmobil-Ausstellung im Maximilianpark anzuschauen.

Die achtjährige Sarah zieht Mia zur nächsten Vitrine und deutet auf ein Skelett. „Das ist aus einer Zeit von vor Tausenden Jahren“, sagt Sarah zu ihrer Freundin. Beide sind von der Ausstellung euphorisiert und traurig zugleich. „Wir wollen auch so viel Playmobil haben, aber es ist zu teuer“, meint Mia. Und ihre Kinderzimmer sind leider zu klein für so viel Spielzeug.

20.000 Figuren und 100.000 Einzelteile zu sehen

Künstler Oliver Schaffer hingegen hat ein eigenes Lager für seine Playmobil-Sammlung in Hamburg. Der gelernte Musicaldarsteller besitzt mehr als 20.000 Figuren und 100.000 Einzelteile – eine der größten Privatsammlungen der Welt.

Seine Figuren und Playmobil-Landschaften sind auf 1700 Quadratmeter zu sehen. Bereits 2016 stellte er im Maximilianpark seine Playmobil-Sammlung aus. Rund 90.000 Besucher kamen zur Ausstellung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Playmobil.

Der Aufbau begann im Januar 2018

„Oliver Schaffer ist nicht Sammler, um zu besitzen, sondern, um zu zeigen“, sagt Sascha Brosch, zuständig für Ausstellungen im Maximilianpark. Schaffer hat mit vier Maxipark-Angestellten die zwölf Weltkulturen-Vitrinen und Superhelden-Ausstellungskästen aufgebaut und mit viel Liebe zum Detail Spielzeug-Landschaften geschaffen.

Im Oktober 2017 trafen sich Schaffer und Brosch zum ersten Mal in Hamburg, um Einzelheiten zu klären. Im Januar 2018 begann der Aufbau.

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Das gibt es in der Ausstellung zu entdecken

Im Maxipark gibt es bis September die Playmobil-Ausstellung zu sehen, die der Hamburger Künstler Oliver Schaffer gestaltet hat.
23.03.2018
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Die Wikinger erobern den oberen Teil der Ausstellung. © Thorsten Hübner
Paris steht in Flammen. Wer da helfen kann? Der Held Flamiac!© Thorsten Hübner
Die Ausstellung erstreckt sich über 1700 Quadratmeter und zwei Ebenen. Kinder und Erwachsene werden sich über die Detailverliebtheit des Künstlers freuen.© Thorsten Hübner
Wegen der verschieden gestalteten Vitrinen können die Besucher in unterschiedliche Welten abtauchen.© Thorsten Hübner
In kleinster Feinarbeit hat Künstler Schaffer die Figuren aufgestellt.© Thorsten Hübner
Oliver Schaffer mit einer Playmobil-Puppe in Lebensgröße.© Thorsten Hübner
In Kalifornien krachen zwei Flugzeuge zusammen. Schnell rücken Rettungswagen aus, um den Verletzen zu helfen.© Thorsten Hübner
Auch die Playmobil-Puppen müssen sich austoben. Am besten auf einem Pop-Konzert.© Thorsten Hübner
In der oberen Etage der Ausstellungshalle geht es um die verschiedenen Weltkulturen.© Thorsten Hübner
In einer Vitrine müssen sich die Playmobil-Figuren vor Dinosauriern in Acht nehmen und gleichzeitig einen reißenden Fluss sicher durchqueren.© Thorsten Hübner
Die Inuit tummeln sich in einem eigenen Ausstellungskasten.© Thorsten Hübner

„Oliver Schaffer hat früher selbst mit Playmobil gespielt und sich extra Urlaub genommen, um dieses Projekt zu realisieren“, erzählt Tanja Stute, Sprecherin des Maxiparks. Besucher, die die Ausstellung 2016 gesehen haben, sollen in diesem Jahr etwas Neues geboten bekommen.

Die diesjährige Auswahl erstreckt sich über zwei Ebenen. Oben geht es um die zwölf Weltkulturen. Besucher staunen über das alte Ägypten, die Römer, Inkas und Inuit. „Das Konzept kommt von Schaffer selbst“, sagt Stute. Neben den Glasvitrinen gibt es Informationen zu den Weltkulturen. Auf kleinen Karten ist das jeweilige Land eingezeichnet.

Oliver Schaffer bedachte Details wie die Fladen der Playmobil-Rinder

Die Besucher, egal ob Jung oder Alt, kommen nicht drumherum, Oliver Schaffers Werk zu bewundern: Die Detailverliebtheit des Künstlers ist überragend. Selbst die Fladen der Playmobil-Rinder und die Tier-Spuren im Wüstensand sind im Weltkulturen-Teil bedacht.

In der unteren Etage der Ausstellungshalle warten viele Abenteuer auf die Kinder. Dafür müssen sie zuerst durch ein Tor schreiten, das an den Durchgang zur verzauberten Welt von Narnia erinnert. „Sowohl für Mädchen als auch für Jungen ist etwas dabei“, erklärt Stute.

Vier Helden führen die Besucher durch die Ausstellung

Die vier Helden Elda, Dr. Philander, Flamiac und Little-Jolie haben besondere Fähigkeiten und führen die Kinder durch verschiedene Szenarien. In einem Szenario stoßen zwei Flugzeuge über den Stränden Kaliforniens zusammen, in Paris brennt es. Kein Problem für Flamiac, der über das feurige Element herrscht und zur Rettung herbei eilt.

Die Inspirationen in den Vitrinen verleiten die Kinder dazu, sich in den Spielecken mit Playmobil auszutoben. Diese Spielzeuge in den extra eingerichteten Bereichen sind Geschenke von Sponsoren.

Kleine Babyelefanten haben sich in jeder Vitrine versteckt

Stute unterstreicht, dass die bunten Welten die Fantasie anregen. „Die Landschaften erinnern an Wimmelbilder. In jedem Schaukasten können die Besucher übrigens einen kleinen Babyelefanten suchen, der das Maskottchen des Parks ist“, verrät die Sprecherin. Ein kleiner Gag.

Oliver Schaffer ist für Playmobil-Fans kein Unbekannter. Insgesamt hat er für über 27 Ausstellungen seine Sammlung hergegeben. Weil er andere Playmobil-Liebhaber kennt, kann der Maxipark sogar Unikate aus Spanien zeigen. „Ein spanischer Sammler hat die Kathedrale Notre-Dame aus Paris nachgebaut“, sagt Stute.

Hamburger besuchte internationale Playmobil-Messen

Die Playmobil-Vernarrtheit des Hamburgers reicht so weit, dass er vor vier Wochen eine Börse in Barcelona besuchte „Dort hat er die letzten Teile für die Ausstellung besorgt“, so Brosch.

Zum Schluss darf sich jeder Besucher ein Erinnerungsstück mitnehmen: Eine Maus. Aber keine Sorge! Es werden keine lebendigen Tiere in Hamm verteilt. Eine Mäusemaschine spuckt im Sekundentakt blaue Playmobil-Mäuschen aus. Ein paar zusätzliche Mäuse in der Tasche werden die Eltern brauchen, die mit ihren Kindern durch den Playmobil-Shop am Ausgang der Halle laufen ...

Maximilianpark Hamm: „Weltkulturen und Superhelden“, 17. 3. bis 23. 9. 2018, Alter Grenzweg 2, täglich 10-18 Uhr, Eintritt: 4,50 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder, 13 Euro für Familien. Wer die Playmobil-Ausstellung sehen möchte, zahlt zusätzlich 2 Euro. Geeignet ist die Ausstellung für Kinder zwischen 3 und 13 Jahren. Angebot in den Osterferien: Taschenlampenführung (29./31. 3., 6./7. 4. von 20.30 bis 21.30 Uhr). Mitzubringen sind eine Taschenlampe und 5 Euro. Anmeldung unter Tel. (02381) 982 10 32. Mehr Informationen gibt es hier.
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