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Olli, Katja, Sensationen - nur keine Geschichte

"Relativitätstheorie der Liebe" im Kino

Zwei Schauspieler in je fünf Rollen versuchen sich als Chamäleon. Gestützt auf die Arbeit des Maskenbildners, mit Plastiknase oder falschen Zähnen, in Klamotten, die wie der Sprachjargon ein Milieu anzeigen, demonstrieren Katja Riemann und Olli Dittrich ihre Wandlungsfähigkeit. Das ist das Pfund, mit dem der Film "Die Relativitätstheorie der Liebe" wuchert, ein Berliner Reigen, geschrieben und inszeniert von Otto Alexander Jahrreis.

von von Kai-Uwe Brinkmann

, 27.05.2011
Olli, Katja, Sensationen - nur keine Geschichte

Olli Dittrich kriegt 'nen Fön - in seinem neuen Film

Bewährtes Comedy-Material, die Masche "Einer spielt alles": Bully und Rick pflegen sie, Dittrich tut es in Werbespots. Von ihm weiß man seit "RTL Samstag Nacht" und "Olli, Tiere, Sensationen", dass er die Charaktermaskerade drauf hat. Katja Riemann liefert den Beweis, dass sie mithalten kann. Beide ziselieren schöne Miniaturen. Dittrich gibt den Fahrlehrer mit Halbglatze und Plauze. Dann einen schnauzbärtigen Gastronomen aus dem Libanon. Dazu einen flippigen Organisten. Als Macher aus der Werbebranche tritt er auch noch an, sowie als Baghwan-Verschnitt "Yogi Swami Helmut".Riemann als Esoterikerin Riemann ist als anämische Esoterikerin zu sehen, im weißen Wallegewand wie Schlagersänger Christian Anders in seiner entsprechenden Phase. Gleichzeitig mimt sie die Schwester dieser Verhuschten. Riemann spielt die Frau des Fahrlehrers und rollt die Konsonanten, wie man es von einer Latina erwartet. Sie schultert den Part der Tochter, mimt auch noch die Peggy vom Ordnungsamt. So weit ganz nett. Nachdem das Personal etabliert ist, wartet man auf die Geschichte. Regisseur Jahrreis lässt die Figuren umeinander kreisen, serviert Kalauer und Pikanterien. Zufallstreff vor der Samenbank, "affige" Behaarung der Südländer, Milchkauf zwecks Vollbad. Banal. Wie auch das Liebestheorem nach Einstein: Bist du da und sie ist wech, dann hast du Pech! Die Maskerade ist lustig, doch damit hat der Film sein Pulver auch verschossen.

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