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Buchkritik

Naira Gelaschwili: „Ich fahre nach Madrid“

Die georgische Novelle „Ich fahre nach Madrid“ versucht, die Seele eines Mannes zu ergründen, der aus seinem Alltag zu einem Freund in dessen Krankenhaus flieht, um über pure Freiheit zu fantasieren. Und niemandem sagt er, wo er ist.

Naira Gelaschwili: „Ich fahre nach Madrid“

Indirekt las sich das 1982 als Kritik am totalitären System Georgiens: Naira Gelaschwili löste einen Skandal aus und erhielt dann Preise.

Vor dem Hintergrund sind ihre vielen Anmerkungen und hypothetischen Erklärungen nachvollziehbar, jedoch recht unleserlich; vielleicht auch durch den Übersetzungsstil. Neben Schachtelsätzen voller Adjektive glänzt das kurze Buch aber mit Symbolik und Vielfalt: von Monologen zu einer Art Abhandlung.

Wer die Längen durchsteht, wird mit einem starken Finale belohnt, das überrascht.

Naira Gelaschwili: Ich fahre nach Madrid, 96 S., Verbrecher, 16 Euro, ISBN 978-3-95732-308-8.

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