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Wanne-Eickel

Mondpalast: „Der zerdepperte Pott“ – frei nach Kleist

Wanne-Eickel Das ist mal ein dicker Hund! Die Tür zum Vereinslokal wurde eingetreten, schlimmer noch: Der einzige Pokal, den der FC Hinter-Marl je errang, liegt in Trümmern. Der Täter floh durchs Fenster. Vereinspräsident Otto Adam (Martin Zaik) muss ihn finden, hat aber eigentlich ganz andere Sorgen.

Mondpalast: „Der zerdepperte Pott“ –  frei nach Kleist

BZ: Vorpremiere von Der zerdepperte Pott im Mondpalast am 16.10.2017

Ein gewisser Fritz Walter (Heiko Büscher) vom DFB prüft die Bücher, es geht um die Lizenz. Für das Ensemble am Mondpalast hat Hausautor Sigi Domke Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ umgeschrieben und in den Pott verlegt.

Eine fröhliche Farce bleibt der Stoff trotzdem, Leser unserer Zeitung überzeugten sich am Montag bei der Vorpremiere davon. „Der zerdepperte Pott“ ergänzt das Kleistsche Personal um eine Sekretärin (Susi Fernkorn) und einen „Amerikaner“ aus Marl (Andreas Wunnenberg), bleibt aber dem Szenario treu, dass der gewiefte Adam gegen sich selbst ermittelt.

Der Präsident, ein echter der Schürzenjäger, wollte Eve erpressen

Der Präsi, der Schürzenjäger, wollte Eve (Melanie Lunka) erpressen. Für ein Schäferstündchen würde er den Wechsel ihres Freundes, Kickerstar Ruppi (Dominik Brünnig), nach Leipzig sabotieren. Adam selbst türmte aus dem Fenster, nun braucht er Sündenböcke.

Mit Martin Zaik als Hauptfigur macht Regisseur Thomas Rech nichts falsch. Zaik poltert und flötet, als bäriger Vater der Klamotte hat er raumgreifende Präsenz. Tohuwabohu beim FC Hinter-Marl: Die Sekretärin schäkert mit dem Ami, Marthe (Silke Volkner) lenkt Fritz Walter mit Klub-Histörchen ab.

Drollige Typen, situative Komik. Lacher beim Kuss mit getauschtem Taschentuch und bei Fernkorns Tanz an der Stange. Viel Beifall für eine Sitcom nach klassischer Vorlage.


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