Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Buchkritik

Michael Chabon: „Moonglow“

Michael Chabon schreibt in „Moonglow“ über seinen Großvater.

Michael Chabon: „Moonglow“

Der US-amerikanische Autor Michael Chabon machte bereits Ende der 80er-Jahre mit seinem sensationellen Romanerfolg „Die Geheimnisse von Pittsburgh“ von sich reden. Jetzt, mehr als 30 Jahre später, hat er rein gar nichts von seinem Können eingebüßt: „Moonglow“, die zumindest weitgehend fiktive Biografie seines Großvaters mütterlicherseits, ist großartig.

Jagd auf von Braun

Dieser Großvater hat so einiges erlebt. Er hat versucht, seinen Chef mit einem Telefonkabel zu erdrosseln und musste dafür in den Knast, hat im Krieg den Nazi Wernher von Braun gejagt und war mit einer Frau verheiratet, die sich immer mal wieder in psychiatrische Behandlung begeben musste. Über allem aber stand die Liebe dieses Mannes zu Raketen und zu dem Weltraumprogramm der Nasa.

Chabon schreibt all das mit großer Detailgenauigkeit, die auf eine hervorragende Recherche schließen lässt. Schon bald hat man als Leser jenen Opa und die anderen Menschen in seinem Leben ins Herz geschlossen und folgt ihnen beim Lesen atemlos durch die bewegten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Michael Chabon: Moonglow, 496 S., Kiepenheuer & Witsch, 24 Euro, ISBN 978-3-4620-5074-5.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Der 2017 gestorbene hochdekorierte amerikanische Schriftsteller Denis Johnson hat der literarischen Welt einen Band mit fünf Erzählungen hinterlassen: „Die Großzügigkeit der Meerjungfrau“. In allen Geschichten stehen Menschen im Vordergrund, die gerade eine Krise zu bewältigen haben oder am Ende ihres Lebens stehen. mehr...

Hannes Ley hatte es satt: Der Kommunikationsberater ertrug es Ende 2016 nicht mehr, Hasstiraden und ein völlig verrohtes Diskussionsklima in den sozialen Netzwerken einfach hinzunehmen. mehr...

Dortmund Als die Kinos ihrer Umgebung nach und nach dicht machten, haben sich Daniel Huhn und Stefan Kreis gefragt, was aus den Orten wird ohne die Filme. Mit Regisseur Benjamin Leers von der Produktionsfirma Benda Film entstand die Idee, einen Film über die Orte zu drehen fernab der etablierten Kinokolosse. Auf der Homepage Heimatkino.ruhr stellen die Filmemacher sieben Häuser episodisch vor, und es gibt eine einzigartige Karte.mehr...