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Neu im Kino

„Meine schöne innere Sonne“ bietet nichts – außer Juliette Binoche

DORTMUND Gleich die erste ist eine Sexszene. Die attraktive Juliette Binoche (53) im Bett mit einem wenig anziehenden Kerl. So beginnt der Film „Meine schöne innere Sonne“.

„Meine schöne innere Sonne“ bietet nichts – außer Juliette Binoche

Juliette Binoche spielt Isabelle auf der Suche nach dem Glück. Foto: Pandora Foto: dpa

Später sagt sie einer Freundin, an dem Bankier errege sie, dass er ein Mistkerl sei. Isabelle hat ihm schon den Laufpass gegeben und mit einem jüngeren Schauspieler angebandelt. Der will aber keine Beziehung, während Isabelle den Mann sucht, bei dem sich alles richtig anfühlt, Sex, Liebe, Partnerschaft.

Befindlichkeiten einer Glückssucherin

Mit „Meine schöne innere Sonne“ legt die Französin Claire Denis ein Befindlichkeits-Melodram vor, das von Hoffnung und Enttäuschung im Leben der von Binoche gespielten Glückssucherin handelt. Die stattet Isabelle mit Offenherzigkeit und Verletzlichkeit aus. Die Momente, wo sie vom Heulen zum Lachen und zurück wechselt, sind die besten des Films.

Zäh und dialoglastig

Der Rest ist ein zäher, dialoglastiger, absolut humorfreier Ringelpiez, bei dem Denis‘ traurige Heldin Männer anprobiert, als handele es sich um ein Paar Schuhe. Mit Selbstbewusstsein hat das wenig zu tun. Das Frauenbild des Films läuft darauf hinaus, dass Madame erst mit einem Mann sich komplett fühlt, und das ist alles andere als stark, frei und unabhängig. Durch die Betten mit Juliette Binoche. „Ich möchte Liebe, wahre Liebe“, sagt Isabelle zaunpfahlwinkend in einem Selbstgespräch. Was sie findet, sind Männer, die ihr nicht genügen.

Von Spannung keine Spur

Das Erzählnaturell ist dröge, die Hauptperson dreht sich im Kreis, von Spannung keine Spur. Isabelle palavert bloß zwischen Selbstmitleid und Ich-Erforschung. Von ihrem Kind, ihrer Arbeit als Malerin ist fast nichts zu sehen. Egal, unser Interesse hat sich längst verflüchtigt. Ärgerlich selbstergriffenes Kunsthandwerk.

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