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Luxusstimmen sangen ein Addio für Dortmunder Opernchef

Theater Dortmund

Jens-Daniel Herzog verabschiedete sich nach sieben Jahren aus Dortmund.

Dortmund

von Julia Gass

, 17.06.2018
Luxusstimmen sangen ein Addio für Dortmunder Opernchef

Der alte und der neue Opernintendant: Jens-Daniel Herzog (l.) mit Heribert Germeshausen. © Hickmann

Sieben erfolgreiche Jahre der Oper Dortmund, an denen das Sängerensemble den größten Anteil hatte, sind am Freitag mit der „Addio“-Gala für den Dortmunder Opernintendanten Jens-Daniel Herzog im Opernhaus zu Ende gegangen. „Sie haben Dortmund wieder zu einer Opernstadt gemacht“, dankte Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Ein Film mit Ausschnitten aus fast allen Inszenierungen der vergangenen sieben Jahre stimmte im Bühnenbild von „Frau Luna“ ein auf das „Erinnerungsalbum aus Musik“, wie es Moderator Holger Noltze nannte. Es begleiteten die Dortmunder Philharmoniker unter Motonori Kobayashi.

Im Mittelpunkt stand das Ensemble

Und – typisch Herzog – standen in Duetten, Terzetten und Chorszenen weniger Bravourarien einzelner Solisten als das Ensemble im Mittelpunkt. Obwohl Dortmunds Primadonna der vergangenen sieben Jahre, Eleonore Marguerre, eine brillante „Juwelenarie“ von Gounod sang, Sangmin Lee mit überragender Leistung in einer „Nabucco“-Arie den Abschied schwer machte und Wen Wei Zhang als Philip im „Don Carlo“ großartig demonstrierte, was für ein Stimmjuwel Herzog 2011 nach Dortmund geholt hat.

Und über die Entwicklung von Anke Briegel, die in Kopenhagen singt, konnte man nur staunen: Mit faszierender Leichtigkeit sang sie im „Rosenkavalier“-Terzett. Mit Ileana Mateescu und Emily Newton war dies eine Luxusbesetzung.

Einige Sänger fehlten

Julia Amos, Luke Stolker, Christoph Strehl, Maria Hiefinger, Hannes Brock, Almerija Delic, Marvin Zobel und Ileana Mateescu, die tolle Carmen und Cenerentola, sagten auch Addio. Karl-Heinz Lehner, Morgan Moody, der charmant inszeniert die Leporello-Arie mit den liebestollen Damen des Opernchors sang, und Fritz Steinbacher bleiben in Dortmund.

Die ehemaligen Solisten Lucian Krasznec, Christian Sist und Gerardo Garciacano waren nicht angereist. Und auch von den Sängern, die zuletzt in Dortmund engagiert waren, fehlten einige. Das Publikum hätte sich auch gerne von Ashley Thouret, Tamara Weimerich und Thomas Paul verabschiedet.

Wiedersehen 2022/23

„Ich bin jetzt ein bisschen sentimental – anders als in meinen Inszenierungen“, dankte Herzog. „2022/23 kommt er zurück“, versprach der neue Opernintendant Heribert Germeshausen, der in der Ape aus dem „Liebestrank“ auf die Bühne fuhr. Herzog inszeniert dann eine Koproduktion zwischen dem Theater Dortmund und dem Staatstheater Nürnberg, dessen Generalintendant er wird.