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64. Festival in Oberhausen

Kurzfilmtage haben 7300 Filme gesichtet

Oberhausen Aus der öffentlichen Wahrnehmung ist der Kurzfilm weitgehend verschwunden, im Fernsehen behauptet er kleine Inseln bei Kultursendern wie Arte oder 3Sat. Bei Filmemachern ist das kurze Format aber populärer denn je, nimmt man die Zahl von 7300 Einreichungen bei den 64. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (3. bis 8. Mai) als Maß.

Kurzfilmtage haben 7300 Filme gesichtet

Im Internationalen Wettbewerb ist der Film „Icebergs“ Foto: Festival

Eine Rekordmarke, die für den guten Leumund des Festivals bei Filmschaffenden spricht: Oberhausen bietet dem Kurzfilm (der mehr und mehr Richtung Kunst tendiert, so Festivalleiter Lars Henrik Gass) ein offenbar begehrtes Schaufenster und Podium, wo Regisseure sofort Feedback vom Publikum bekommen, während ihre Filme in einem „richtigen“ Kino über die große Leinwand flackern.

Programm-Macher sind von Qualität der Einreichungen sehr angetan

Tatsächlich gibt es kaum ein Filmfestival, zu dem so viele Regisseure anreisen wie nach Oberhausen. Man kann das durchaus als Markenkern verstehen.

Neben der Quantität zeigen sich Oberhausens Programm-Macher in diesem Jahr auch von der Qualität der Einreichungen sehr angetan.

Hilke Doering, Leiterin des Internationalen Wettbewerbs (53 Beiträge) freut sich über viele Filme, „die das Potenzial des Kurzfilms voll ausschöpfen“ und große, elementare Dinge in kürzester Zeit pointiert abbilden.

Maniküre in Ägypten

In 13 Minuten handele der ägyptische Streifen „Maniküre“ am Beispiel eines Nagelstudios Themen wie Armut und Reichtum oder Mann und Frau in der Gesellschaft ab, erzählt Hilke Doering: „Solche Filme machen einfach Spaß.“

Der MuVi-Preis für Musikvideos geht in sein 20. Jahr, der NRW-Wettbewerb (zehn Filme) in sein zehntes. Neue Festival-Sektionen widmen sich der Arbeit von Künstlerlaboren („Labs“), Film-Performances („Lectures“) oder wichtigen Fundstücken aus Archiven („re-selected“).

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