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Neu im Kino

Jumanji Teil 2: Schüler verschlägt es ins Fantasialand

Hollywood legt mit „Jumanji“ einen Film von 1995 neu auf, von Magie keine Spur.

Jumanji Teil 2: Schüler verschlägt es ins Fantasialand

Sie stecken im Wald und in fremden Körpern fest (v.l.): Karen Gillan, Dwayne Johnson und Kevin Hart Foto: Sony Pictures Foto: dpa

Ein magisches Spiel, das die Spieler einsaugt und in ein Fantasialand katapultiert, wo große Aufgaben auf sie warten. Im Film von 1995 war „Jumanji“ ein Brettspiel, im sehr freien Remake von Jake Kasdan ist es ein altes Videospiel, das vier Schüler ausgraben, die den Keller der Lehranstalt entrümpeln.

Leute mit Filmgeschmack sagen, das Original von Regisseur Joe Johnston sei durchaus charmant. Was man von der Neuauflage nicht behaupten kann. „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ ist ein Komödchen mit läppischen Witzen und kleinen Action-Prisen zu einer märchenhaften Geschichte, die mal ein Buch für junge Leser war.

Budenzauber ersetzt Märchenzauber

Durch die Hollywood-Mühle von 2017 gedreht, bleibt vom kindlichen Staunen nicht viel übrig. Märchenzauber wird durch Budenzauber ersetzt. Schergen à la „Mad Max“ knattern auf Motorrädern durch den Dschungel. Dwayne Johnson spielt eine Memme im Körper eines Hünen, Karen Gillan eine Lara Croft wider Willen. Und die Komiker Jack Black und Kevin Hart überbrücken die Wartezeit bis zum nächsten Actionversatz mit witzig gemeintem Geplapper, vorzugsweise zu ihren körperlichen Merkmalen.

Huch, bin ich klein! Oder aber: Du liebe Güte, ich hab ja einen Penis! Wie benutze ich ihn? Die vier Schüler stecken nämlich in den Körpern ihrer Spiel-Avatare. Der Nerd wurde „The Rock“, der große Schwarze schrumpfte zum kleinen, das Aschenputtel ist jetzt Kampf-Amazone, das arrogante It-Girl gefangen in der Hülle eines mopsigen Kerls.

Nur billige Pointen

Das Körpertausch-Motiv hat schon ganze Filme befeuert, hier taugt es gerade zum Pausenfüller und räumt die billigen Pointen ab. Humor, Handlung und der ganze Hokuspokus möchten wohl ironisch sein, doch die Grobmotorik in Spiel, Dialog und Inszenierung macht alles kaputt. Die Tricks sind okay, das ist auch das Mindeste, was man erwarten darf. Indiana Jones-Momente zu Krawallmusik machen aber noch keine Spannung, und der Rest ist nicht kindlich, sondern kindisch.

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