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Jude, Lucy und rauhe Beatles Töne

von Von Sascha Westphal

, 27.11.2007
Jude, Lucy und rauhe Beatles Töne

Die verliebten Lucy (Evan Rachel Wood) und Jude (Jim Sturgess) küssen sich unter Wasser und genießen die 60er Jahre in vollen Zügen.

Eigentlich sollte jeder Film ein Abenteuer und ein Wagnis sein. Schließlich gehört es dazu, dass ein Künstler Risiken eingeht. Aber auf Nummer sicher zu gehen war für Julie Taymor, die am Broadway Disneys "König der Löwen" als Musical auf die Bühne gebracht hat, keine Option. Ihre Filme sind ein persönliches Statement und ein Wagnis.

Berühmte Songs

Nun ist sie mit ihrem Beatles-Musical "Across the Universe" noch ein paar Schritte weitergegangen. Ihre Namen, Jude und Lucy, verdanken Taymors von Jim Sturgess und Evan Rachel Wood voller Hingabe verkörperten Liebenden, zwei der berühmtesten Beatles-Songs: "Hey Jude" und "Lucy in the Sky with Diamonds".

Leidenschaftliche Beziehung

Auf der Suche nach seinem Vater kommt der englische Werftarbeiter Jude nach Amerika und lernt den Studenten Max (Joe Anderson) kennen. Gemeinsam ziehen sie in eine WG im Greenwich Village und schon bald folgt ihnen Max' Schwester Lucy. Jude und Lucy stürzen sich in eine leidenschaftliche Beziehung, die aber an den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der späten 60er Jahre zu zerbrechen droht.

Mehr als 30 Beatles-Songs, die in der Interpretation von Taymors Ensemble meist rauer als die Originale klingen, hat die Filmemacherin ausgesucht. Die grandiosen Musical-Sequenzen, in denen Taymor und Choreograph Daniel Ezralow alte Beatles-Filme und Klassiker der amerikanischen Gegenkultur zitieren, werfen neues Licht auf die Songs.

Bilder vom Vietnam-Krieg

Die radikalste Neu-Interpretation erfährt "Strawberry Fields Forever", mit Bildern aus dem Vietnam-Krieg unterlegt. In dieser alptraumhaften Sequenz bündeln sich alle Enttäuschungen und die Wut, die das gesellschaftliche Klima kippen ließen.