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Im bunten Land der Fantasie

BOCHUM Mit Mut, Herz und Verstand und gemeinsam mit Freunden besteht man alle Abenteuer, die das Leben bereit hält. Die Botschaft in "Der Zauberer von Oz" ist 100 Jahre alt und zündet immer noch.

von Von Ronny von Wangenheim

, 30.11.2007
Im bunten Land der Fantasie

Wenn Dorothee (Johanna Sembritzki) kommt, läuft die Vogelscheuche (Maximilian Strestik) zu großer Fom auf.

Regisseur K.D. Schmidt hat für das Schauspielhaus Bochum die Erzählung von Frank L. Baum vom fernen Kansas in unsere Realität versetzt. Doch keine Angst: Von der tristen Lagerhalle aus, in der Onkel Henri und Tante Em so sehr im Arbeitsstress sind, dass für Dorothee keine Zeit bleibt, flüchtet sich das Mädchen mit Stoffhund Toto in die Welt der Phantasie - und landet im Land Oz.

Die grauen Wände weichen einem Himmel, der in immer neue Farben getaucht wird - unheimlich grün, leuchtend rot begleitet er Dorothee auf ihrer Reise. Alles aus ihrem Zuhause hat sich verwandelt, ist bunter geworden, aber auch gefährlicher. Tante Em erscheint jetzt als gute Hexe des Nordens (Martina Eitner-Acheampong mit Geweih als Kopfschmuck spielt herrlich komisch), die drei Arbeiter, Herr Vogel, Herr Blech und Herr Löw, werden zur Vogelscheuche ohne Verstand, zum Blechmann ohne Herz, zum Löwen ohne Mut.

Den kleinen Zuschauern (ab sechs Jahren), aber auch ihren erwachsenen Begleitern wird viel geboten. Maximilian Strestik, André Lehnert und Frank Rebel als die drei Begleiter von Dorothee auf ihrem Weg zum Zauberer von Oz (Klaus Lehmann) lassen die Kinder wegen ihrer typischen Bewegungen kichern. Schließlich muss die Vogelscheuche ja erst mal laufen lernen.

Schöne böse Hexe

Karin Moog als böse Hexe des Westens ist so schön wie eiskalt. Krähen dürfen rappen und fernöstliche Kampfkunst demonstrieren. Und auch das Bühnenbild von Hansjörg Hartung sorgt für immer neue Überraschungen.

Christoph Iacono, der mit Oliver Kerstan an Klavier und Percussion-Instrumenten live spielt, hat für Dorothee ein wunderschönes Lied mit Ohrwurmcharakter geschrieben. "Irgendwann komm ich dann schon an" singt Johanna Sembritzki, die schnell die Herzen der Zuschauer erobert hat. Noch etliche Male stimmt sie es mit ihren Kollegen an, bevor die Premierenbesucher sie von der Bühne lassen.