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Fazil Say in der Türkei angeklagt

Verletzung religiöser Gefühle bei Twitter

ISTANBUL. Der türkische Starpianist Fazil Say (Foto), ehemaliger Exklusivkünstler des Dortmunder Konzerthauses, muss sich in seiner Heimat gegen eine Anklage wegen Verletzung religiöser Gefühle verteidigen. Wegen mehrerer über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteter Kommentare soll der 42-Jährige am 18. Oktober in Istanbul vor Gericht gestellt werden. Türkische Medien berichteten, bei einer Verurteilung drohten dem Künstler bis zu 18 Monate Gefängnis.

04.06.2012
Fazil Say in der Türkei angeklagt

Pianist Fazil Say ist angeklagt.

Der Vorwurf laute, er habe religiöse Werte beleidigt, indem er kritische oder scherzhaft formulierte Äußerungen über den Glauben bei Twitter verbreitet - zum Teil habe er diese Kurzmitteilungen selbst verfasst, zum Teil andere Anwender zitiert ("retweeted"). In Interviews hat Say die Anklage kritisiert. Sie verletze die Meinungsfreiheit und schade dem Ansehen der Türkei. Say hatte bereits 2007 für einen Aufschrei in der Türkei gesorgt, als er die Regierung mit den Worten kritisierte: "Die Frauen aller Minister tragen Kopftuch, die Islamisten haben ohnehin schon gewonnen, wir sind dreißig Prozent, die sind siebzig."

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