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Der einsame Polygamist"

Brady Udall

Golden Richards hat vier Ehefrauen und 28 Kinder. Er lebt in einer Mormomen-Gemeinde, in der die Mehrehe praktiziert wird. Glücklich ist er dabei nicht.

von Von Andreas Schröter

, 04.06.2012
Der einsame Polygamist"

Immer wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, zögert er das Betreten seines Hauses so lange wie möglich hinaus, weil er weiß, dass ihn drinnen nur Chaos erwartet. Zu allem Überfluss verliebt er sich in die Frau seines cholerischen und bewaffneten Arbeitgebers. Aber unglücklich sind auch andere Mitglieder der Familie.Tolles Buch!

Der US-Amerikaner Brady Udall, selbst in einer Mormomen-Familie mit vielen Kindern aufgewachsen, hat mit "Der einsame Polygamist" einen wunderbaren 730-Seiten-Schmöker geschrieben, der spielerisch leicht die Balance zwischen Drama, Liebes- und Gesellschaftsroman hält. Sogar Thriller-Elemente kommen vor. Einige Szenen sind so lustig wie eine Slapstick-Nummer von Charly Chaplin, andere so traurig, dass man beim Lesen fast weinen muss. Manchmal möchte man Teil einer solch starken Gemeinschaft wie dieser Riesen-Familie sein, manchmal ist man froh, weit weit weg zu sein. Ein tolles Buch!

Brady Udall: Der einsame Polygamist, Goldmann, 24,99 Euro, ISBN 978-3-442-31134-7.