Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Das Netz der großen Fische

Andrea Camilleri

Einen historischen Roman mit einer zeitgenössischen Geschichte habe er mit dem "Netz der großen Fische" schreiben wollen, erklärt Andrea Camilleri im Nachwort seines Buchs, das Freitag erschienen ist. Geschrieben hat der 85-Jährige ein Warnbuch, das zeigt, wie gefährlich Verstrickungen zwischen Politik, Mafia und Medien sind.

von Von Julia Gaß

, 23.05.2011
Das Netz der großen Fische

Nicht Camilleris launischer Commissario Montalbano, sondern der gutmütige Polizei-Kommissar Lo Bue ermittelt in dr spannenden Geschichte, in der der Sohn eines Politikers einer sizilianischen Linkspartei des Mordes an seiner Verlobten, der Tochter eines Abgeordneten der gegnerischen Partei, angeklagt wird. Camilleri erzählt den Krimi aus den Redaktionsstuben eines Fernsehsenders, dessen Programmchef die Meldung erst zurückhält.Amouröse Abenteuer Der Bestsellerautor taucht in den Alltag hinter den Fernsehkamaras ein und verstrickt seine Protagonisten in amouröse Abenteuer. Man kommt manchmal etwas durcheinander in dem personalintensiven Buch, wer mit wem ein Verhältnis hat - erotisch oder politisch.Schöne Sprache

Dem Fischernetz, das Camilleri in sehr schöner Sprache engmaschig knüpft, entkommen die großen Fisch nicht. Wohl aber die vielen kleinen, die Sizilien fest in der Hand haben.  

Camilleri: Das Netz der großen Fische, Bastei Lübbe, 19,99 Euro, ISBN 978-37 85 72 41 87.