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Carmina Burana begeistert vor Industriekulisse

Henrichshütte Hattingen

Monumentale Klänge, eine Reise durch vergangene Jahrzehnte, opulente Bilder - Grundzutaten für die Carmina Burana auf der Hattinger Henrichshütte. Am Freitag feierte die Aufführung mit etwa 500 Mitwirkenden unter freiem Himmel beeindruckend Premiere.

HATTINGEN

von Von Sebastian Ritscher

, 17.06.2012
Carmina Burana begeistert vor Industriekulisse

Etwa 500 Mitwirkende machten die Carmina Burana auf der Hattinger Henrichshütte zu einem beeindruckenden Ereignis.

Regisseur Ingmar Otto hat sich der Herausforderung gestellt und aus Carl Orffs Vorlage eine szenische Aufführung geschaffen, eingebettet in eine gewaltige Kulisse mit stimmigem Vorprogramm. Junge Turnerinnen und Akrobaten, eine Trommelgruppe, Parcour-Läufer von Urbanatix und eine Feuershow pflasterten den Weg zur Bühne mit ihren drei Ebenen. Hinten: die Chöre mit weißen Grubenhelmen. In der Mitte: das Symphonie-Orchester Rhein-Ruhr Philharmonie unter der Leitung von Thomas Schlerka. Vorne: das bunte Treiben.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Carmina Burana auf der Henrichshütte

Mit etwa 500 Beteiligten bot der Verein Commedia Musicale Hattingen eine beeindruckende Version von Carl Orffs "Carmina Burana".
17.06.2012
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Showeinlagen am Vertikalseil machten Lust auf die anschließende Aufführung.© Foto: Ritscher
So beeindruckend wie die Carmina Burana war das bunte Vorprogramm.© Foto: Ritscher
Akrobatik trifft auf die beeindruckende Kulisse der Henrichshütte.© Foto: Ritscher
Parcour-Läufer von Urbanatix gehörten auch zum Vorprogramm.© Foto: Ritscher
Die Urbanatix-Artisten zeigten waghalsige Sprünge.© Foto: Ritscher
Die Parcour-Läufer bespielten das Industriedenkmal.© Foto: Ritscher
Bei der Carmina Burana stand die Henrichshütte Kopf.© Foto: Ritscher
Eine Trommelgruppe wies den Weg zu den Sitzplätzen.© Foto: Ritscher
Den Weg zur Bühne gestalteten die Parcours-Läufer auf ihre eigene Art.© Foto: Ritscher
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.© Foto: Ritscher
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.© Foto: Ritscher
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.© Foto: Ritscher
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.© Foto: Ritscher
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.© Foto: Ritscher
Der Weg zur Bühne wurde von Darstellern gesäumt.© Foto: Ritscher
Kunst verschmolz mit Industrie.© Foto: Ritscher
Die Heimkehrer des Zweiten Weltkriegs sind ausgezehrt und abgekämpft.© Foto: Ritscher
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.© Foto: Ritscher
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.© Foto: Ritscher
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.© Foto: Ritscher
Flower-Power trifft auf Tradition.© Foto: Ritscher
Flower-Power trifft auf Tradition.© Foto: Ritscher
Die Arbeiter der Henrichshütte wehren sich gegen die Schließung.© Foto: Ritscher
Die Arbeiter der Henrichshütte überwältigen im Traum den Betriebsrat in Form des sterbenden Schwans (Bertram Paul Kleiner).© Foto: Ritscher
Die Arbeiter der Henrichshütte überwältigen im Traum den Betriebsrat in Form des sterbenden Schwans (Bertram Paul Kleiner).© Foto: Ritscher
Die Inszenierung beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Heimkehrer versuchten sich in ihren Alltag zu integrieren. Abgekämpft kamen Sie zurück, fanden ihre Familien wieder - und ein Stück Normalität. Dann wurde die musikalische Reise durch die Jahrzehnte vergnüglich. Im Teil "Primo vere" ließ das Ensemble die Emanzipation Revue passieren. Frauen verschmähten Bügeleisen und Mixer als Geschenk und holten lieber ihre Männer an Herd und Staubsauger. Petticoats und Kofferradios für den italienischen Strand prägten die Zeit des Wirtschaftswunders.Reise durch die Jahrzehnte Rasant war die Reise durch die Jahrzehnte - und nicht immer lustig. Passend zur Kulisse wurde die Hüttenschließung thematisiert, gegen die sich die Arbeiter auflehtnen. Später rangelten sich Eltern nach Scheidungen um ihre Kinder, und Menschen folgten Götzen wie Facebook und Pop-Ikonen. Die Musik war gewaltig, auch dank der drei Solisten Ina Yoshikawa, Bertram Paul Kleiner und Achim Hoffmann. Die Bilder waren ebenso stimmig. Dass bis auf die drei Solisten nur Laien mitwirkten tat nichts zur Sache. Auch nicht der Regen. Alles passte.

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