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Bodo Kirchhoff: „Dämmer und Aufruhr“

Buchkritik

Bodo Kirchhoffs Roman „Dämmer und Aufruhr“ erzählt von seinen frühen Jahren.

von Britta Helmbold

04.07.2018
Bodo Kirchhoff: „Dämmer und Aufruhr“

Der Junge kommt ins Internat, wird dort vom Kantor missbraucht, es folgen erste sexuelle Abenteuer und Verliebtheiten – bis der junge Mann seinen Platz in der Gesellschaft findet. Solche Geschichten gibt es viele in der Literatur.

Doch was Bodo Kirchhoffs Werk „Dämmer und Aufruhr“ spannend macht, ist, dass es sich um einen autobiografischen Roman des Deutschen Buchpreisträgers von 2016 handelt.

Tagebücher und Fotos

Eingebettet hat Kirchhoff seine frühen Jahre in den Rückzug eines Hotels am Meer, wo einst seine Eltern, die sich später scheiden ließen, glückliche Tage verbracht haben. Dort befasst er sich mit seinem Romanprojekt.

Impulse für seine Erinnerungen sind die Tagebücher seiner Mutter und alte Fotos. Distanz zu seinem Leben schafft Kirchhoff, indem er von sich selbst oft in der dritten Person schreibt.

Vom Malen zum Schreiben

Der Leser erfährt, wie Kirchhoff als zurückgezogen lebender junger Mann über das Malen den Weg zum Schreiben fand.

Gleichzeitig ist das Buch auch ein Abschied von seiner verstorbenen Mutter, der er viel Raum einräumt. Denn ausführlich erzählt er von seinen Besuchen bei der todkranken Frau.

Bodo Kirchhoff: Dämmer und Aufruhr, 480 S., Frankfurter Verlagsanstalt, 28 Euro, ISBN 978-3-6270-0253-4.
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