Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Arturo Ui als grelle Farce

Schauspielhaus Bochum

BOCHUM Arturo Ui bricht ein in die Konsumwelt der Bochumer Schauspielhaus-Bühne wie ein schmieriger Kleinkrimineller, der eine Dorfkirmes aufmischt: Mit einem gebrauchten BMW, im stillosen, schlecht sitzenden, schmuddeligen Zweireiher.

von Von Max Florian Kühlem

, 29.05.2011
Arturo Ui als grelle Farce

Szene aus der Bochumer Brecht-Inszenierung mit Xenia Snagowski als Arturo Ui (l.) und Therese Dörr als Betty Dullfeet.

Das Programmheft zur Bertolt Brecht-Inszenierung "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" (Premiere: Samstag) führt ein Marx-Zitat an. Es besagt, dass sich alle weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen zwei Mal ereignen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Und natürlich steckt eine Farce, eine Gangsterparodie in Brechts Hitler-Parabel. Leider überbetont Regisseur Ulrich Greb diesen Charakter. Das organisierte Verbrechen hat im Zeitalter der Globalisierung eine neue Qualität erreicht, lehrt uns seine Inszenierung. Alle gesellschaftlichen Bereiche sind irgendwie verstrickt und feiern eine große Party, bei der alle Mittel Recht sind: Bestechung, Einschüchterung, Folter, Verstümmelung, Mord. Überdrehte Show

Schön, dass Sie sich für diesen Artikel interessieren.
Er ist Teil von DZ+, dem neuen exklusiven Angebot der Dorstener Zeitung.

Registrieren Sie sich einfach kostenlos und unverbindlich,
schon können Sie weiterlesen.
Mit Google
Mit Amazon
Oder registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail:

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren AGBs und unserer Datenschutzerklärung einverstanden