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Preiserhöhungen – Taxifahren in Dortmund wird teurer

dzVerkehr

In Dortmund sollen die Fahrpreise fürs Taxi steigen. Da die letzte Preiserhöhung gut vier Jahre zurückliegt, plant die Taxi-Genossenschaft gleich einen Preissprung.

Dortmund

, 08.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die von der Dortmunder Taxi-Genossenschaft bei der Stadt als Genehmigungsbehörde beantragte Fahrpreiserhöhung bewegt sich zwischen 9,43 Prozent für eine 5-Kilometerfahrt zum Nachttarif (plus 1,25 Euro) und 11,61 Prozent für die Kurzstrecke von einem Kilometer zum Tagtarif (plus 65 Cent).

Der Grundpreis zum Tagtarif steigt von 3,50 auf 4 Euro, die Gebühr für den ersten Kilometer von 2,10 auf 2,25 Euro und für jeden weiteren Kilometer von 1,60 auf 1,75 Euro. Nachts wird’s noch teurer. Der Grundpreis für den Nachttarif erhöht sich von 4 auf 4,50 Euro, die Gebühr für den ersten Kilometer von 2,25 auf 2,40 Euro und jeden weiteren Kilometer von 1,75 auf 1,90 Euro.

Ein Katalog von Argumenten

Die Taxi-Genossenschaft mit rund 440 angeschlossenen Taxen führt einen ganzen Katalog von Argumenten für die Tariferhöhung an. Dazu zählen Kostensteigerungen und ein „weiterhin geringes Auslastungsniveau“.

Insbesondere die gestiegenen Preise für Neufahrzeuge und Reparaturen, Beiträge zur Kfz-Versicherung sowie die schrittweise Erhöhung des Mindestlohns, die 2015 nicht auf den Fahrpreis aufgeschlagen wurde, hätten sich kostensteigernd ausgewirkt.

Zudem mache die Konkurrenz durch mobile Angebote wie internetbasierte Carsharing-Modelle den Taxi-Unternehmen das Leben schwer. Auch DSW21 habe die Fahrpreise für Busse und Bahnen im selben Zeitraum vergleichbar erhöht.

Zu berücksichtigen seien auch die Anforderungen im Zusammenhang mit der Luftbelastung in den Städten. Da Taxen vor allem im innerstädtischen Verkehr unterwegs sind, wird bundesweit eine Umrüstung auf emissionsarme Fahrzeuge angedacht. Das wiederum würde Kosten für die Taxi-Unternehmer bedeuten.

Ratsfraktionen werden Erhöhung zustimmen

Im vorgeschriebenen Anhörungsverfahren waren sich die beteiligten Verbände sowie die Industrie- und Handelskammer darüber einig, dass die beantragen Taxitarife „maßvoll und angemessen sind“. Auch im Rat, der am 28. März darüber zu entscheiden hat, findet sich eine Mehrheit für die Tariferhöhung. Sowohl bei der CDU- als auch bei der SPD-Fraktion hieß es auf Anfrage, man werde der Fahrpreiserhöhung zustimmen.

Wenn die Taxitarife steigen, wird auch Konkurrent Cabdo (die mit den schwarzen Mercedes-Limousinen) nachziehen, kündigte Geschäftsführer Wladislaw Tepliakov auf Anfrage an. Noch könne er nicht sagen, wie stark die Tariferhöhung ausfallen werde, sagte Tepliakov, „doch unsere Kostenstruktur ähnelt der eines Taxi-Unternehmens“. Man werde aber weiterhin auf den Festpreis setzen – und ein Treueprogramm.

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