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Verkehrsführung im Marienviertel ist ein strittiges Thema - welche Lösung ist die beste?

dzMarienviertel

Soll der Luner Weg im Marienviertel Hervest Einbahnstraße bleiben? Soll er wieder geöffnet werden? Im Ortsteil sind die Meinungen geteilt. Unsere Bewohner-Umfrage soll Klarheit bringen.

Hervest

, 09.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Hervester Marienviertel leben 2500 Menschen. Viele sind ältere Menschen. Aber mittlerweile sind auch einige junge Familien mit ihren Kindern eingezogen. Sehr geteilt sind die Meinungen, wie die Verkehrsführung im Viertel künftig gestaltet werden soll: verkehrsberuhigt oder eher offen für alle Formen der Mobilität?

Umfrage

Wie soll die Verkehrsführung am Luner Weg künftig aussehen? Stimmen Sie mit ab!

Umstritten ist die Verkehrsführung im Marienviertel. Soll der Luner Weg Einbahnstraße bleiben? Oder soll er wieder in beide Fahrtrichtungen geöffnet werden? Stimmen Sie mit ab.
14%
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Die jetzige Einbahnstraßenregelung am Luner Weg zwischen Bahnunterführung und Kreisverkehr An der Wienbecke soll beibehalten werden.
48%
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Der Luner Weg inklusive Wienbachbrücke soll nach dem Neubau der Wienbachbrücke in beide Fahrtrichtungen wieder geöffnet werden.
38%
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Der Luner Weg soll zur Anliegerstraße werden und nur noch für Anlieger und Radfahrer zur Verfügung stehen.
329 abgegebene Stimmen

Am Donnerstagabend diskutierten rund 70 Teilnehmer unter Moderation von Ulla Busch, Bewohnerin des Viertels, in der Aula des Caritas-Bildungszentrums für Pflege und Gesundheit an der Bismarckstraße über die Verkehrssituation. Bürgermeister Tobias Stockhoff und Planungsamtsmitarbeiterin Dagmar Stobbe nahmen Stimmungen auf, was die Marienviertler von der Stadt als Planungsbehörde wünschen.

Einbahnstraßenregelung seit dem Umbau der Bismarckstraße

Seit dem 26 Monate dauernden Umbau der Hauptverkehrsachse Bismarckstraße ist der Luner Weg, der von der Wienbecke ins Marienviertel führt, zwischen Bahnunterführung und Kreisverkehr An der Wienbecke zur Einbahnstraße geworden.

Die Wienbachbrücke

Die Wienbachbrücke wird im Juni vom Lippeverband grundlegend saniert. Sie musste gesperrt werden, weil sie nicht mehr tragfähig war. Der Lippeverband wird sie so ausbauen, dass Begegnungsverkehr möglich ist. Außerdem wird ein Fuß- und Radweg auf der Brücke angelegt. Die Sanierung und Verstärkung der Brücke soll ein halbes Jahr dauern.

Außerdem ist die Wienbachbrücke im Luner Weg gesperrt worden: Sie muss vom Lippeverband saniert werden. Von der Sperrung haben insbesondere die Anlieger des Luner Weges und des Möllenweges profitiert: „Unsere Kinder können auf der Straße spielen oder mit dem Rad zum Kindergarten fahren, weil der Fahrzeugverkehr stark abgenommen hat“, sagte eine Mutter.

„Die Einbahnstraßenregelung hat sich bewährt und soll beibehalten werden“, plädierten deshalb etliche Marienviertler für diese Lösung. Andere widersprachen: „Zur Entlastung der Bismarckstraße sollten die Einbahnstraßenregelung aufgehoben und der Gegenverkehr wieder zugelassen werden“, sagten sie.

Begegnungsverkehr an der Unterführung ist unfallträchtig

„Auf gar keinen Fall soll das so sein“, meinte eine weitere Viertelbewohnerin. „Das wäre für die Radfahrer und Fußgänger gefährlich.“ Sie beschwor zudem die Unfallgefahr im Begegnungsverkehr an der Unterführung herauf.

Gegen eine Verhinderung der Durchfahrt durch den Luner Weg und die ausschließliche Freigabe für Anlieger oder Fahrradfahrer sprach sich die Feuerwehr aus: „Zwei Minuten eher am Einsatzort zu sein, kann in Brand- oder Notfällen lebenswichtig sein“, machte Rolf Rommeswinkel, ehemaliger Löschzugführer, deutlich. Für die Feuerwehrleute im Viertel müsste die Ausfahrt Richtung Hauptwache An der Wienbecke erhalten bleiben.

Es gibt kein Richtig und kein Falsch“

„Es gibt kein Richtig und kein Falsch“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Wir als Verwaltung hätten gern ein Meinungsbild, an dem wir uns bei unseren Planungen orientieren können“, sagte er auch. Am Ende würden aber nicht die Bürger über die Verkehrsführung im Viertel entscheiden, sondern der Rat der Stadt Dorsten.

Da am Donnerstagabend nur eine kleine Bürgerrunde zugegen war, einigten sich die Teilnehmer darauf, dass es ein Bürgervotum in einer weiteren Quartierssitzung geben soll. An dieser Abstimmung sollen möglichst viele Marienviertler teilnehmen. „Eine Entscheidung obliegt am Ende gemäß Gemeindeordnung zwar der Verwaltung bzw. dem Stadtrat/dem zuständigen Fachausschuss.

Die Verwaltung, der Stadtrat oder der zuständige Ausschuss wären aber gut beraten, das Bürgervotum an dieser Stelle ernstzunehmen, da es eben in diesen Fragestellung keine Richtig und kein Falsch gibt, sofern die Lösung rechtlich erlaubt und verkehrssicherheitstechnisch sinnvoll wäre“, sagte der Bürgermeister.

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