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Unternehmerinnen-Netzwerk startete mit großem Interesse und Dorothee Feller

dzUnternehmerinnen

Der Start ist gemacht: Mehr als 40 Frauen trafen sich am Donnerstag zum Auftakt der Unternehmerinnen-Lounge von „Sag Ja! zu Dorsten“ - auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller war dabei.

Dorsten

, 13.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Susanna Schönrock-Klenner und Jutta Kleine-Vorholt waren selbst überrascht, dass so viele Frauen ihrer Einladung zur Auftaktveranstaltung der Unternehmerinnen-Lounge von „Sag Ja! zu Dorsten“ ins Alte Rathaus am Markt gefolgt waren: „Ein Beweis, dass es Bedarf zum Austausch gibt“, interpretierten die Federführerinnen des neuen Projektes. In puncto Zusammenarbeit und Präsentation könnten die Frauen noch einiges von den Männern lernen, denn „das können die Jungs einfach besser als wir“, meint Schönrock-Klenner.

Unternehmerinnen-Netzwerk startete mit großem Interesse und Dorothee Feller

Die Initiatorinnen des Projektes: Jutta Kleine-Vorholt (l.) und Susanna Schönrock-Klenner © Anke Klapsing-Reich

Einzige anwesende (und gern gesehene) männliche Gäste waren Bürgermeister Tobias Stockhoff und Marko Gröbel vom Vorstand „Sag Ja! zu Dorsten“. Beide begrüßen die Initiative zur Stärkung der Unternehmerinnen, von der die Stadt in vielerlei Hinsicht profitiere. Ansonsten hielten sie sich dezent im Hintergrund.

Unternehmerinnen-Netzwerk startete mit großem Interesse und Dorothee Feller

Erste Kontakte beim Business-Frühstück. Danach begaben sich die Unternehmerinnen zum offiziellen Teil ins 1. Obergeschoss des Alten Rathauses. © Anke Klapsing-Reich

Nach ersten Kontakten beim Business-Frühstück ging’s mit dem offiziellen Teil weiter. Susanna Schönrock-Klenner erklärte den pragmatischen Ansatz der Initiative: „Wir Frauen wollen uns kennenlernen, unsere Aktivitäten stärken, Erfahrungswerte austauschen, teilen und Geschäfte anstoßen.“ Dreimal pro Jahr wolle man fortan in lockerer Atmosphäre an wechselnden Standorten bei Unternehmerinnen zusammenkommen. Bei jedem Treffen werde ein bestimmtes Thema referiert (Steuern, Marketing, Bankgeschäfte, Personal etc.), sodass jede Teilnehmerin einen guten und persönlichen Impuls mit nach Hause nehmen könne.

Vorbild sein und Kontakte pflegen

Als Impulsgeberin für die Auftaktveranstaltung konnten die Initiatorinnen die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster höchstpersönlich gewinnen: Dorothee Feller, in Dorsten geboren, gab mit Powerpoint-Unterstützung einen Überblick über Zuständigkeiten, Struktur, Organisation und Aufgabenbereichen der Bezirksregierung Münster und erzählte authentisch und anschaulich, was sie als Chefin so alles macht. „Schwerpunktthemen setzen, Anstöße geben, Kontaktpflege zu den Kammern, der Landesregierung, den Unternehmen, zu den Gemeinden, Bürgermeistern und Landräten - das ist für mich das A und O“, bekräftigt Dorothee Feller.

Unternehmerinnen-Netzwerk startete mit großem Interesse und Dorothee Feller

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) im Gespräch mit Susanna Schönrock-Klenner © Anke Klapsing-Reich

Als Chefin von 1300 Beschäftigten in fünf Abteilungen müsse sie Vorbild sein, das erfordert viel Fingerspitzengefühl: „Also, Langeweile habe ich keine“, resümiert die studierte Juristin. Auf ihrem Weg von der Fach- zur Führungskraft habe sie auch viel Glück gehabt: „Manchmal hängt es vom Zufall ab, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein“, behauptet Feller bescheiden. „Man muss dann aber auch die Courage haben, die Chance zu ergreifen und für sich zu nutzen“, kommentierte Hildegard Overfeld (Pespektivehaus) aus dem Publikum.

Gezielte Aktionen locken Käufer an

Auf die Frage, was Unternehmerinnen zur Attraktivitätssteigerung ihres Standortes beitragen könnten, nannte Dorothee Feller einige Beispiele: Früh Kontakt zu den Schulen suchen, denn wer ausbildet, hat bessere Chancen, Fachkräfte zu bekommen. Auch der flexible Umgang mit Arbeitszeiten - Stichwort Work-Life-Balance - sei ein wichtiges Thema. Ebenso Aktionen: „Eine Studie hat kürzlich noch belegt, dass Menschen lieber regional einkaufen, am liebsten, wenn das mit einem Erlebnis verbunden ist. Das ist für Unternehmen die Chance, diese Leute durch gezielte Aktionen in die Stadt zu locken“, sagt die Regierungspräsidentin.

Unternehmerinnen-Netzwerk startete mit großem Interesse und Dorothee Feller

Mehr als 40 Frauen waren der Einladung zur Auftaktveranstaltung "Unternehmerinnen-Lounge" ins Alte Rathaus gefolgt. © Anke Klapsing-Reich

Die Frauen schienen mit der Auftaktveranstaltung sehr zufrieden zu sein: „Eine tolle Sache. Sehr informativ. Ich bin beim nächsten Treffen wieder mit dabei“, bekräftigt Rechtsanwältin Friederike Haase. „Ich habe schon sehr interessante neue Frauen kennengelernt“, sagt Zahnärztin Dr. Claudia Tempelmann-Badura. Hildegard Overfeld hofft, dass sich die Lounge etablieren wird: „Sich in der Gemeinschaft ,Leidtragender‘ auszutauschen, ist eine gute Sache.“

Das Folgetreffen der Unternehmerinnen-Lounge soll noch im November dieses Jahres erfolgen, zum Thema Kundenbindung. Kontakt per E-Mail.
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