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Transgender: Sam bekommt viel Zuspruch für seinen Mut

dzPositive Reaktionen

Sam kam als Mädchen zur Welt und entschied sich für eine Geschlechtsanpassung. Der Junge aus Dorsten hat für seinen Mut, sein Leben öffentlich zu machen, viel Zuspruch bekommen.

Dorsten

, 12.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Sam Wagner war es wichtig, mit seiner ganz persönlichen Geschichte auf das Thema „Transgender“ aufmerksam zu machen und dadurch anderen Menschen, die ähnliches durchmachen, zu helfen. Von der Resonanz, die er seit der Veröffentlichung seiner Lebensgeschichte erhalten hat, ist der junge Dorstener überwältigt.

Viele Nachrichten auf dem Handy

„Ich war gefühlt der Letzte, der den Artikel am Samstag gelesen hat“, berichtet Sam. Zahlreiche Nachrichten hatte er bereits am Morgen auf seinem Handy. „Es waren ganz verschiedene Menschen, die mir da geschrieben haben. Auch viele, mit denen ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte, haben sich aufgrund des Artikels gemeldet“, erzählt Sam.

Seine ehemalige Chefin, seine Vermieterin, Freunde, Bekannte und Verwandte – sie alle gratulierten Sam, dass er den Mut aufgebracht hat, seine Geschichte der Öffentlichkeit zu erzählen. „Es ist einfach unfassbar schön, dass meine Geschichte so positiv aufgenommen wurde“, ist Sam, der am Sonntag seinen 18. Geburtstag feierte, froh. Er selbst hatte nicht gedacht, dass er so viele positive Reaktionen bekommen würde. „Gerade in einer Kleinstadt wie Dorsten. Aber das zeigt mir, dass hier viele tolerante Menschen leben“, so Sam.

Leserbrief und Facebook-Kommentare

Das sagte auch Astrid Pott bei Facebook. „Leider gehört viel Mut dazu, sich in einer Kleinstadt wie Dorsten als anders zu outen“, schrieb sie. „Aber Sam wird seinen Weg gehen.“ Das glaubt auch Christian Föcker: „Den Mut und die Kraft hat nicht jeder, diese Sache durchzuführen. Dazu gehört ein gesundes und starkes Selbstbewusstsein.“ Markus Robert schrieb in einem Leserbrief: „Selten hat mich ein Bericht so gefesselt, gerührt und beeindruckt. In Dorsten leben tolle Menschen.“

Am schwarzen Brett im Lehrerzimmer

Auch am Montag in der Schule wurde Sam oft auf seine Geschichte angesprochen, von Mitschülern und Lehrern. „Mir wurde sogar erzählt, dass der Artikel nun am schwarzen Brett im Lehrerzimmer hängt“, verrät der Ursulinenschüler.

Sam ist froh, seine Geschichte öffentlich gemacht zu haben. „Das ist ein schöner Abschluss meiner Transition“, freut er sich. Und wenn nur eine einzige Person durch sein Beispiel ermutigt würde, zu sich selbst zu stehen und sich mit dem Thema Transgender auseinanderzusetzen, dann ist der junge Dorstener noch ein bisschen glücklicher.

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