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Kindergarten St. Matthäus Wulfen legt Abholzeiten fest - das gefällt nicht allen Eltern

dzKindergarten St. Matthäus

Der Kindergarten St. Matthäus hat in enger Abstimmung mit Eltern und dem Träger ein pädagogisches Konzept für die Nachmittagbetreuung und die Abholzeiten festgelegt. Das gefällt nicht jedem.

Wulfen

, 12.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Kindergarten war früher so flexibel, jetzt ist alles anders geworden“, kommentiert eine Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte, das neue Konzept des Kindergartens St. Matthäus in Wulfen. Sie behauptet, die Elternschaft sei unzufrieden damit, es rumore im Hintergrund. „Einige Eltern müssen eine Stunde warten, bevor sie ihre Kinder einsammeln können.“ Früher hätten sie kommen und gehen können, wann sie wollten.

Grund für die Kritik dieser Mutter sind die neuen, festen Abholzeiten. Eltern können nur noch dann ihre Kinder aus der Einrichtung mitnehmen, wenn sie die abgestimmten Zeitfenster einhalten.

Pädagogische Gründe sprechen für feste Abholzeiten

Die Neuregelung hat pädagogische Gründe. Oder wie Melanie Ostgathe, Leiterin des Matthäus-Kindergartens, auf Anfrage sagt: „Wir haben etwas Gutes bewirken wollen.“ Früher sei es nämlich sehr unruhig in der Einrichtung zugegangen, weil Eltern beim gemeinsamen Mittagessen hereinplatzten oder während der Schlafenszeit kamen.

Die Tür zur Einrichtung habe ständig offen gestanden. „Es gab ein ewiges Kommen und Gehen.“ In enger Abstimmung mit Eltern auf Elterninformationsabenden, mit dem Elternrat der Einrichtung, mit dem Kindergarten-Team und dem Träger sowie dem Kindergartenrat habe man im Herbst 2018 die neuen Abholzeiten eingeführt.

Fünf Abholzeiten wurden festgelegt

„Wir haben fünf Abholzeiten festgelegt“, sagt Melanie Ostgathe. Das sei so diskutiert und von den allermeisten Eltern aus Sicht der Leiterin auch gut geheißen worden. „Wir sind transparent, nichts ist einfach so beschlossen worden“, sagt Ostgathe.

So können Eltern ihre Kinder jetzt um 12 Uhr abholen oder um 13 Uhr oder zwischen 13.45 und 14 Uhr, um 15 Uhr (kurze Abholzeit) und dann ab 15.30 Uhr, bevor der Kindergarten um 16 Uhr schließt.

Auf Wunsch von Eltern sei zudem für die 45-Stunden-Kinder ein pädagogisches Nachmittagsprogramm eingeführt worden: „Wir wollen die Kinder nicht aufbewahren, sondern ihnen Impulse geben - das können Entspannungs- oder Spielangebote sein.“ Die Neuausrichtung habe sich wohl herumgesprochen: „Wir haben jetzt das Vierfache an Anmeldungen bekommen, was wir nehmen können.“ 85 Kinder besuchen zurzeit den Kindergarten.

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