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Im Swingerclub „Villa Palazzo“ in Wulfen ruht der Verkehr trotz Insolvenz nicht

dzVorläufige Insolvenz

Die Betreibergesellschaft ist vorläufig insolvent. Das hat aber keine Auswirkungen auf den Verkehr im Swingerclub „Villa Palazzo“ in Wulfen. Besucher gehen dort weiter ein und aus.

Dorsten, Wulfen

, 04.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Am 6. November hat das Amtsgericht Essen (Aktenzeichen: 167 IN 78/18) die Insolvenz über das Vermögen der Unternehmergemeinschaft der im Handelsregister eingetragenen Firma „Villa Palazzo“ am Burenkamp in Wulfen eröffnet. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Robert Fliegner aus Herne.

Fliegner erläuterte, was es mit einer Betreibergesellschaft auf sich hat und warum die Geschäfte in der „Villa Palazzo“ trotz vorläufiger Insolvenz fortgesetzt werden können. „Eine Betreibergesellschaft ist die Mieterin oder Pächterin der Villa. Diese Gesellschaft ist für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg des Geschäftes verantwortlich, nicht aber der Immobilieneigentümer“, sagt Fliegner. Trotz des vorläufigen Insolvenzverfahrens werde der Betrieb deshalb weitergeführt.

Er habe als vorläufiger Insolvenzverwalter den Auftrag, zu prüfen, „inwiefern die Geschäfte über eine neue Betreibergesellschaft dauerhaft erfolgreich fortgeführt werden können“. Seinen Prüfauftrag wolle er bis Mitte Dezember erledigt haben. Fliegner deutete an, dass „es unter Umständen eine Nachfolgelösung gibt“.

In einem Swingerclub treffen sich Paare oder Einzelpersonen, um ihre Erotik auszuleben. Die „Villa Palazzo“ wurde 2012 am Burenkamp in Wulfen eröffnet.

Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft

Geschäftsführerin der insolventen Betreibergesellschaft ist laut Veröffentlichung des Amtsgerichts Essen Justine Christine Hermansa. Seit dem 26. Februar 2013 ist sie laut Handelsregisterauszug beim Amtsgericht Gelsenkirchen Geschäftsführerin der Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Hermansa ist verheiratet mit Alexander von Anhalt.

Von Anhalt, ein Adoptivsohn des schillernden Hollywoodprinzen Fredrich von Anhalt und der verstorbenen Schauspielerin Zsa Zsa Gabor, sagte am Montag auf unsere Anfrage, „Villa Palazzo“ sei nicht sein Betrieb und seine Frau sei nicht zu sprechen. Das vorläufige Insolvenzverfahren kommentierte er mit einem „Ja, und?“

Das Amtsgericht Essen ordnete in seiner Veröffentlichung an, dass der vorläufige Insolvenzverwalter die Kontrolle über alle Vermögensfragen der Gesellschaft übernimmt.

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