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Heimliche Geliebte vergewaltigt: Richter verhängen drei Jahre Haft

dzLandgericht

Weil er nicht akzeptieren wollte, dass seine Affäre vorbei war, hat ein verheirateter Industrie-Arbeiter aus Dorsten seine heimliche Geliebte vergewaltigt. Nun muss er ins Gefängnis.

Dorsten/Essen

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn Du zur Polizei gehst, kannst Du Deine Kinder auf dem Friedhof besuchen.“ So soll der Angeklagte seiner Ex-Geliebten im vergangenen November gedroht haben. Zuvor hatte er die 36-Jährige geschlagen und brutal vergewaltigt. Dafür haben ihn die Richter am Essener Landgericht am Montag zu drei Jahren Haft verurteilt.

Ein Jahr lang hatte die Affäre gedauert. Die beiden hatten sich über gemeinsame Freunde kennengelernt und dann immer häufiger getroffen. Er wohnte in Barkenberg, sie in der Feldmark. Als der zweifachen Mutter jedoch klar wurde, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird, weil der Angeklagte seine Frau nicht verlassen wollte, beschloss sie, die heimliche Beziehung zu beenden.

"Hätte nie gedacht, dass er so grausam sein kann"

Was dann jedoch passierte, war der reinste Albtraum. „Ich hätte nie gedacht, dass er so grausam sein kann und mir so etwas antut“, sagte die 36-Jährige den Richtern mit leiser Stimme. „Ich kannte so etwas bisher nur aus dem Kino.“

Es war der 3. November 2018, als der Angeklagte noch einmal bei ihr aufgetaucht war. "Er wollte reden", sagte die Zeugin im Prozess. Als dann jedoch eine SMS eines anderen Mannes auf ihrem Handy einlief, rastete er aus. Er schlug der 36-Jährigen so fest ins Gesicht, dass sie dadurch wahrscheinlich sogar eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Später hat er sie vergewaltigt, gedemütigt und gequält.

„Ich wollte nicht laut schreien, weil mein Sohn mit in der Wohnung war“, sagte die Dorstenerin den Richtern. Der Angeklagte habe erst von ihr abgelassen, als sie die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte.

Schon 3000 Euro Schmerzensgeld gezahlt

„Mein Mandant steht heute fassungslos vor der Tat“, sagte sein Verteidiger Burkhard Benecken im Prozess. „Er möchte nichts beschönigen.“ Als Zeichen der Wiedergutmachung sind bereits 3.000 Euro Schmerzensgeld bezahlt worden.

Fakt ist: Vor den brutalen Übergriffen war auf Seiten des Angeklagten viel Alkohol im Spiel. Im Prozess war von drei Flaschen Wein und anderthalb Flaschen Wodka die Rede, die zuvor getrunken worden sein sollen.

Und richtig ist auch: Gleich am nächsten Morgen hatte sich der 39-Jährige bei der Polizei gestellt – und wurde festgenommen. Wie er dort hingekommen ist, weiß er allerdings angeblich selbst nicht mehr. Seine Ehefrau soll übrigens weiter zu ihm halten.

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